Gewerbegebiet Weimar: Sieben Fußballfelder ausgebucht

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Neuer Standort: Maschinenhändler Dmitri Kalteis mit Ehefrau Tanja und Sohn Janek vor den Mauern seines künftigen Firmensitzes.

Ahnatal. Als „wirklich freie Fläche“ gebe es nur die Mittelinsel in der Gabelung der Straßen Im Siegen und Im Graben, sagt Bürgermeister Michael Aufenanger. Denn für die anderen, noch nicht bebauten Grundstücke im Gewerbegebiet Weimar „gibt es Interessenten“.

Im Oktober 1995 sei das erste Grundstück verkauft worden. 17 Jahre später könnte das Gebiet mit einer Fläche von insgesamt 55.000 Quadratmetern (sieben Fußballfelder) praktisch voll belegt sein, sagt der Bürgermeister. Angesiedelt habe sich der klassische Mittelstand aus Handwerks-, Handels- und Servicebetrieben, die zum Teil aus den Ahnataler Ortslagen stammten und sich erweitern wollten.

Erweiterung ist zum Beispiel für Jens Wagner das Stichwort. Vor zehn Jahren siedelte der 40-Jährige mit seinem Gerüstbau-Betrieb von Heckershausen ins Weimarer Gewerbegebiet um. Die 2200 Quadratmeter, auf denen er ein Wohnhaus baute, eine alte Scheune nutzt und ein Lager auf geschotterter Flächen hat, reicht aber nicht mehr. So kaufte Wagner in unmittelbarer Nachbarschaft weitere 1000 Quadratmeter. „Ich musste zuschlagen, bevor nichts mehr zur Verfügung steht,“ betont er.

Am zweiten Standort steht bereits der Rohbau mit zwei jeweils 100 Quadratmeter große Hallen samt Büro und einer Hausmeisterwohnung im Obergeschoss, 300.000 Euro investiert Wagner, bis Ende des Jahres soll alles fertig sein. Dann können in den Hallen Gerüstbohlen aus Holz und die Lkw trocken lagern und abgestellt werden und nicht wie derzeit noch im Freien, sagt der Unternehmer.

Im Laufe des Sommers will auch Dmitri Kalteis, Maschinenhändler und Dienstleister für Blockheizkraftwerke, mit seinem Firmensitz im Gewerbegebiet fertig sein. Da er das Gebäude mit einer Fläche von 360 Quadratmetern in Eigenleistung mit Familienhilfe errichtet, sei er seit über zwei Jahren schon an der Umsetzung. Dennoch ist der 31-jährige gelernte Karosseriebauer guter Dinge, sein Ziel zu erreichen.

Noch fehlt das Satteldach aus wärmegedämmten Trapezblechen. Die Außenwände aus 30er-Mauerwerk sollen noch mit isolierenden Blechen verkleidet werden und der Innenausbau muss noch erfolgen. Dort sollen Bürotrakt, Werkstatthalle und Lager entstehen. Kalteis kalkuliert die Baukosten für seinen Firmensitz mit 80.000 Euro. Noch nicht entschieden sei, ob ein Blockheizkraftwerk für Heizwärme sorgt. Ein deutlich kleineres als jene, die er für Krankenhäuser und Altenheime im Bundesgebiet wartet.

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