Bürgerversammlung in Niestetal

Bürgermeister: Wichtelbrunnenbad bleibt offen

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Kathrin Becker

Niestetal. „Das Wichtelbrunnenbad wird nicht geschlossen“ – das sagte Bürgermeister Andreas Siebert (SPD) bei der Bürgerversammlung im Niestetaler Rathaus und zerstreute damit die Sorge von Fragestellerin Kathrin Becker über das Schicksal des Hallenbads der Gemeinde.

Das Bad werde von Statikern regelmäßig geprüft, die Anlage sei momentan voll funktionsfähig. „Panikmache ist nicht angebracht“, sagte der Bürgermeister.

Tempo 30 soll kommen

Auch für Matthias Kick hatte Siebert gute Nachrichten. Kick, der in der Hannoverschen Straße wohnt, forderte dort eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf Tempo 30 für alle Fahrzeuge über 3,5 Tonnen. „Der Bereich der Hannoverschen Straße zwischen der Einmündung Heiligenröder Straße und dem Ortsausgang Richtung Landwehrhagen wird eine 30er Zone“, versprach Siebert. Die Verkehrszeichen seien bereits bestellt und würden so schnell wie möglich aufgestellt.

Für den Fragesteller nicht zufriedenstellend war dagegen eine Debatte über den Friedhof im Ortsteil Heiligenrode. Ein Zaun fehle auf sechs Metern Länge, durch die Lücke würden Tiere auf den Friedhof gelangen und die Grabpflanzen zerstören, sagte Dieter Adamek. Er sehe dort dringenden Handlungsbedarf. Siebert wies in seiner Antwort darauf hin, dass sich beispielsweise Füchse und Hasen von einem durchgehenden Zaun nicht abhalten ließen. Abgesehen davon seien die Hundehalter in der Pflicht, auf ihre Tiere aufzupassen. „Tiere von dem Friedhof komplett fernhalten, können wir auch mit einem Zaun nicht“, sagte Siebert.

Zuvor hatte der Rathauschef vor etwa 80 Bürgern über Aktuelles aus der Kommunalpolitik referiert. Themen wie die Gestaltung des Rathausvorplatzes, die anstehende Sanierung der Hannoverschen Straße, das große Interesse an den neuen Bauplätzen „Am Eichberg“ und die Haushaltskonsolidierung der Gemeinde standen auf dem Programm.

Außerdem informierte Lars Rotzsche von den Städtischen Werken über den aktuellen Stand des Projekts Windpark Söhrewald/Niestetal.

Energiegenossenschaft

Anschließend wurde die Bürgerenergiegenossenschaft Niestetal (DEiN) vorgestellt, die im April dieses Jahres gegründet wurde. „DEiN ist ein Unternehmen, kein Verein“, erklärte Vorstandsmitglied Werner Steinke. Jedes Mitglied wird Mitunternehmer.“ Die Bürgerenergiegenossenschaft biete die Möglichkeit, sich am regionalen Umbau der Energieversorgung hin zu Erneuerbaren Energien finanziell zu beteiligen und darüber mit zu bestimmen. Ein klassisches Beispiel dafür sei die Fotovoltaikanlage auf dem Flachdach der Kita „Am Eichberg“, die die Energiegenossenschaft vor kurzem dort installierte und die seit Ende August in Betrieb ist. (tzi)

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