Niestetals Verwaltungschef stimmte bei Bürgerversammlung auf weiteres Sparen ein

Siebert: Geduld ist gefragt

Dr. Hans-Georg Kiera

Niestetal. Warum wuchert auf Beeten an der Ysenburgstraße das Unkraut? Das wollte eine Anwohnerin in einer Anfrage an die Gemeinde Niestetal wissen. Bürgermeister Andreas Siebert (SPD) nahm das während der Bürgerversammlung mit geschätzten weit über hundert Besuchern im Rathaus zum Anlass, um einzuräumen: „Im Bereich der Grünpflege haben wir massive Probleme.“

Angesichts der Einbrüche bei den Steuereinnahmen müsse die Gemeinde konsequent weiter sparen, und das auch beim Personal. Niestetal komme inzwischen mit weniger Mitarbeitern aus als noch vor zwei Jahren. Das Problem an der Ysenburgstraße sei aber inzwischen erledigt.

Geduld sei gefragt, bis es wieder aufwärts gehe, sagte der Bürgermeister. Das gelte auch für den Straßenausbau am Sandershäuser Berg, der sich noch bis Mitte 2015 hinziehen werde.

Gedulden muss sich auch Dr. Hans-Georg Kiera, der wissen wollte, wann denn der Verkehrsentwicklungsplan für die innerörtlichen Straßen in Sandershausen umgesetzt werde. Vor 2017 kämen die wohl nicht dran, antwortete Siebert. Man habe erstmals das gemacht, was wenig Geld koste.

Als großes Problem sieht Andreas Siebert das an, was Franziska Dentler aus Sandershausen aufregt: Ein Nachbar an der Waldstraße habe ein riesiges Haus in den Hang gebaut, das anderen die Sicht nehme. Der Bauherr habe nur sein Baurecht optimal ausgenutzt, das sei jetzt häufiger in Niestetal zu beobachten, sagte der Bürgermeister. Die Gemeinde werde nach und nach alle alten Bebauungspläne durchforsten, die eine allzu großzügige Bebauung erlaubten und versuchen, diese zu ändern.

Sparen ist momentan auch in Niestetals ungarischer Partnerstadt Sarkad angesagt. Aber da gehe es um Energieeinsparung, sagte deren Bürgermeister Robert Bende, beispielsweise durch die Wärmedämmung des Schulgebäudes. Bende, der mit seiner Delegation am Freitag in die Heimat zurückreiste, informierte die Niestetaler mit einem Bildvortrag über seine Stadt.

Fotos: Dilling

Von Peter Dilling

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