Gemeinschaft feierten 75-jähriges Bestehen: Mönchehof und Hohenkirchen fusionierten

Siedler bündeln Kräfte

Sie erzählten als Minnesänger die Siedlergeschiche: Monika Resek (von links), Angelika Hutschenreiter und Gabi Engel-Groß sowie Sabine Persch und Thomas Saalfeld. Fotos: Dilling

Espenau. In den 1930er-Jahren gründeten sich viele Siedlergemeinschaften. Die damalige Wohnungsgsellschaft Hessische Heimstätte gab günstige Grundstücke und Kredite für angehende Hausbesitzer mit kleinem Geld. Das war auch die Initialzündung für die Siedlergemeinschaft Espenau, die 1937 mit dem Bau von zwei Doppelhaushälften am Meierwiesenweg in Mönchehof startete. An diese Anfänge erinnerten sich die Siedler während ihres Jubiläumsfests auf der Freizeitanlage Steinbruch.

Daneben gab es noch etwas zu feiern, nämlich den gelungenen Zusammenschluss der Siedlergemeinschaften von Mönchehof und Hohenkirchen zum Verband Wohneigentum Hessen Espenau, der erst ein Jahr her ist. Dass diese Fusion problemlos über die Bühne gegangen sei, habe er vor allem seinem Stellvertreter Josef Matheis zu verdanken, sagte Gemeinschaftsleiter Klaus-Peter Homburg.

Die mehr als 180 Siedler in Mönchehof und Hohenkirchen sind zusammengerückt, um Kräfte zu bündeln. Denn der Altersdurchschnitt wächst rapide, die Zahl der tatkräftigen Mitglieder schwindet. Momentan sei man in Gesprächen mit der Siedlergemeinschaft Rothwesten über eine weitere Fusion im kommenden Jahr, sagte Homburg.

Die Siedlungen in Mönchehof und Hohenkirchen sind mit viel Eigenleistung entstanden. Die Häuserbauer halfen sich damals gegenseitig, schafften Geräte, Baugerüste und Leitern gemeinsam an. Sie bauten sogar einen Spielplatz, eine Freiluft-Schachanlage und eine Wasserzapfstelle auf dem Friedhof. Mit Gemüsegärten, Hühner- und Schweineställen auf ihren Grundstücken waren sie in der Kriegs- und Nachkriegszeit Selbstversorger. Nach dem Krieg erhielten die Siedler einen Mitgliederschub. Viele Flüchtlinge aus dem Osten hätten sich nahe der katholischen Kirche in Hohenkirchen niedergelassen, erzählte Josef Matheis.

Als es mit der Wirtschaft in Deutschland aufwärts ging, trat die Geselligkeit in den Vordergrund. Eine Frauengruppe und eine Volkstanzgruppe gründete sich. Heute gibt es nur noch einen Frauen-Stammtisch. Die Siedler treffen sich außerdem auf Busfahrten, Wanderungen, Adventsfeiern, beim Sulperknochenessen und einem Vereinskränzchen.

Von Peter Dilling

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