Zu Gast bei SMA: Sigmar Gabriel will Überförderung abbauen

Niestetal. Hohen Besuch aus Berlin gab es am Mittwochabend in Niestetal: Vize-Kanzler und Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) sprach in der SMA-Zentrale mit hundert Vertretern von Firmen und Institutionen, die sich in Nordhessen im Bereich der erneuerbaren Energien engagieren.

Aktualisiert am 17.4.2014 um 9 Uhr

Doch Sigmar Gabriel erwies sich als durchaus sperriger Gast, der auf die Wünsche der Nordhessen nach einer ungeschmälerten Fortführung der EEG-Förderung mit unbequemen Antworten reagierte. Es dürfe kein weiteres Ausscheren aus dem Solidarsystem geben, betonte Gabriel, die Energiewende stehe kurz vor dem Scheitern - mit erheblichen Konsequenzen vor allem für die Industrie.

„Wir müssen die Überförderung abbauen und die Kostendynamik unterbrechen“, sagte der Minister. Wichtiger als ein schneller Zubau der Erneuerbaren seien Planbarkeit und Berechenbarkeit. Mit einem neuen Gesetz zur Ausschreibung von Energiestandorten werde man den ungesteuerten Zubau von Kraftwerken kanalisieren, gleichzeitig aber auch Bürgerwindparks ermöglichen. Ausführlicher Bericht folgt in der Samstagsausgabe.

Sigmar Gabriel zu Gast bei SMA

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Sigmar Gabriel zu Gast bei SMA © Malmus
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Von Holger Schindler

Rubriklistenbild: © Malmus

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