Goldene und diamantene Konfirmanden feierten in Gutershausen gemeinsam ihr Jubiläum in der Kirche

Silberbesteck und der erste Büstenhalter

Jubilare in Guntershausen: Waltraud Wilke (vorn von links), Ingrid Hoja, Gertrud Zukunft, Helga Breitschwerdt, Helwig Rudolph, Hildegard Breitenstein, Wilma Mohr, Irmgard Bock, Pfarrerin Andrea Brede-Obrock (dahinter), Irmgard Umbach, Christa Weinrich, Irmgard Friedrich, Kurt Schäfer, Heinz Hucke, Herbert Kretschmer, Klaus Kendler, Erwin Kilian, Karl-Heinz Norwig , Fred Haase, Hans-Werner Wedel und Jürgen Sul. Foto: Dilling

Baunatal. Das erste schwarze Kleid, der erste Büstenhalter und ein Silberbesteck von der Patentante: Das sind die Stichworte, die Wilma Mohr an ihre Konfirmation vor 50 Jahren in Guntershausen erinnern.

Die 64-jährige promovierte Volkswirtin hatte bei der gemeinsamen Feier von Diamantenen und Goldenen Konfirmanden in der Guntershäuser Kirche die weiteste Anreise. Mohr arbeitet seit ein paar Jahren als Entwicklungshelferin in Nepal (Asien). Der Termin der Feier passte genau zu ihrem ohnehin geplanten Besuch in der Heimat bei ihrer Tochter. „Es ist schön, die alten Klassenkameraden wiederzusehen“, sagte sie. An die Konfirmationszeit hat sie eher zwiespältige Erinnerungen. „Das Knien vort dem Altar und der Segensspruch bei der Konfirmation haben mich schon sehr beeindruckt“, erzählte Mohr. Andererseits sei der Religionsunterricht über lange Strecken „langweilig“ gewesen. „Wir mussten die zehn Gebote und Teile des Katechismus auswendig lernen“, sagte sie. Sie habe viele Fragen zur Religon gehabt, auf die sie keine befriedigende Antwort erhalten habe.

Mohr wandte Guntershausen im Gegensatz zu den meisten anderen Jubilaren bald den Rücken zu. Sie habe in verschiedenen Städten studiert und viele Jahre als Wissenschaftlerin in der Forschung gearbeitet. Zuletzt habe sie die Sozialverwaltung in Darmstadt geleitet, erzählte Mohr. (pdi)

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