Nach Umsatzrückgang und Verlust

SMA-Hauptversammlung: Aktionäre wollen wissen, wie es weitergeht

Niestetal/Kassel. Am Dienstag beginnt im Kongress Palais Kassel die Hauptversammlung des Niestetaler Solartechnik-Herstellers SMA. Aktionäre, Analysten und Banken erwarten vom Vorstand um dessen Sprecher Pierre Pascal Urbon, Aussagen darüber, wie es weitergeht mit dem angeschlagenen Unternehmen.

SMA hatte im vergangen Jahr einen Umsatzrückgang von 37 Prozent auf 932,5 Milliarden Euro sowie einen Verlust von fast 67 Mio. Euro erlitten und war äußerst schwach ins neue Jahr gestartet.

Die Anteilseigner haben derzeit wenig Grund zur Freude: Einer Dividende können sie angesichts der tiefroten Zahlen nicht erwarten, und der Aktienkurs macht schon lange keinen Spaß mehr. In den vergangenen zehn Wochen hat das Papier mehr als 40 Prozent auf etwa 28 Euro verloren. Zur Erinnerung: Im Juni 2008 war es für 47 Euro herausgegeben worden und in der Folge auf bis zu 106,80 gestiegen.

Pierre Pascal Urbon

Als ob das alles nicht reichte, konnte SMA seine Weltmarktführerschaft im vergangenen Jahr mit einem Anteil von nur noch 13 Prozent nur knapp verteidigen. In Spitzenzeiten lag der Weltmarktanteil bei bis zu 60 Prozent. Es wird erwartet, dass die Niestetaler diesen Titel in diesem Jahr an Japaner und/oder Chinesen verlieren. Denn die solare Zukunftsmusik spielt derzeit in Fernost, und den Nordhessen ist es bislang nicht gelungen, in jenen Boommärkten halbwegs Fuß zu fasen.

Während der Solarzubau den tradierten Märkten Europas von 2010 bis 2013 um mehr als ein Drittel eingebrochen ist, ist der in China und Japan regelrecht explodiert. Im vergangenen Jahr wurden dort 40 Protent der weltweit installierten Solarleistung verbaut.

Von José Pinto

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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