Aktionstag zu erneuerbaren Energien

SMA-Kritik an Berliner EEG-Reform

Pierre-Pascal Urbon

Niestetal. Die Niestetaler Solarfirma SMA unterstützte den Aktionstag gegen die von der Bundesregierung geplante Reform des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG), der am Donnerstag stattfand.

Die Verbände für erneuerbare Energien protestierten damit gegen die Reformpläne, die einen gedeckelten jährlichen Fotovoltaikausbau von 2,5 Gigawatt sowie eine Belastung des Eigenverbrauchs von Solarstrom mit einer Umlage vorsehen. Dies gefährde den weiteren Ausbau der Fotovoltaik sowie die internationale Vorreiterrolle der deutschen Fotovoltaikindustrie.

„Eine Umsetzung der aktuellen Pläne der Bundesregierung würde die Energiewende massiv ausbremsen“, erklärte SMA-Vorstandssprecher Pierre-Pascal Urbon. „Anstatt die umfangreichen Befreiungen der Industrie von der EEG-Umlage auf ein vernünftiges Maß zu reduzieren, plant die Bundesregierung, ausgerechnet die Eigenstromerzeugung aus Fotovoltaik ab August mit bis zu 70 Prozent der EEG-Umlage zu belegen“, kritisiert der SMA-Vorstandssprecher.

Aktie über Ausgabekurs

Fotovoltaikanlagen könnten mittlerweile auch ohne EEG-Förderung wirtschaftlich betrieben werden, wenn ein Großteil des erzeugten Stroms im Eigenverbrauch genutzt wird. Nicht nur für Privathaushalte gebe es großes Potenzial, sondern auch in der Wohnungswirtschaft sowie bei Gewerbe- und Industrieunternehmen. „Diese Möglichkeiten würden durch die geplante Umlage auf eigenverbrauchten PV-Strom gefährdet“, so Urbon.

Ungeachtet dessen stieg die SMA-Aktie am Donnerstag weiter. Kurz vor Börsenschluss stand sie bei knapp 48 Euro und notierte damit erstmals seit zwei Jahren über dem Ausgabekurs von 47 Euro im Juni 2008. (hog) Archivfoto: nh

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