Drei Wochen nach Sichtung

Bislang kein Beweis-Foto von Wolf in der Söhre

Kreis Kassel. Marc Schindehütte aus Söhrewald-Wattenbach sagt, vor drei Wochen habe er auf nächtlicher Fahrt von Wattenbach nach Kassel am Straßenrand der L 3236 im Scheinwerferlicht einen Wolf gesehen. Bisher gibt es aber noch kein Beweis-Foto.

Schindehütte, der sich seiner Beobachtung „zu 90 Prozent sicher“ war, hatte seine Sichtung sofort der Wolfsbeauftragten des Landes Hessen, Susanne Jokisch, gemeldet. Die aber sorgte für Ernüchterung: Solange kein Beweis in Form eines Farbfotos vorliege, müsse diese Wolf-Sichtung eher angezweifelt werden.

Diese Einschätzung scheint sich nun zu bestätigen. Denn auch die seit Anfang November im Söhrewald wie auch im Kaufunger Wald an jeweils sechs Standorten aufgestellten Fotofallen der Uni Göttingen haben jetzt das notwendige Beweisbild nicht geliefert. „Die Kameras waren etwa vier Wochen lang im Wald. In die Fotofallen ist jedoch kein einziger Wolf getappt“, sagt Dr. Markus Port von der Uni Göttingen, der eigentlich für das Monitoring von Luchsen in den Wäldern der Region zuständig ist. „Von den Luchsen aber haben wir wieder einige schöne Aufnahmen“, sagt Port.

Deren Auswertung hinsichtlich der aktuellen Individuenzahl werde aber noch andauern. Bekanntlich war wegen der Fuchsräude, einer gefährlichen Viruserkrankung, der Luchsbestand im Sommer im Söhrewald wie auch im Kaufunger Wald auf insgesamt nur noch drei Tiere zusammengeschrumpft.

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