Verkehr schlecht einsehbar

Gilt hier bald Tempo 30? Eiterhagener fordern bessere Sicherung des Schulwegs

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Schlecht einsehbar: der Kreuzungsbereich im Söhrewalder Ortsteil Eiterhagen. 

Söhrewald. Die Kreuzung der Landesstraßen 3236 und 3228 sowie der Forststraße im Söhrewalder Ortsteil Eiterhagen ist zum Teil schlecht einsehbar – vor allem für Fußgänger, die die Fahrspur von der Forststraße in Richtung Quenteler Straße zur Bushaltestelle überqueren wollen.

An dieser Stelle ist ein Schritt auf die Straße notwendig, um eindeutig sehen zu können, ob Verkehr aus Richtung Wattenbach kommt.

„Wir fordern eine bessere Schulwegsicherung im Kreuzungsbereich Eiterhagen“, sagt Jörg Braunisch, Anwohner und Vorsitzender der Fraktion „Unabhängig und Neu für Söhrewald“ (UNS). 26 Kinder müssen laut Braunisch – darunter auch seine beiden Kinder – die Kreuzung täglich überqueren, um zur Bushaltestelle in der Lindenstraße/Quenteler Straße zu gelangen und von dort aus zur Schule nach Wellerode, Lohfelden oder Kassel zu fahren. 

„Seit zwei Jahren dümpelt das Thema vor sich hin“, kritisiert Braunisch. Eine von der Gemeinde Söhrewald geforderte Fußgängerampel wurde im vergangenen Jahr vom Landkreis Kassel wegen zu geringen Verkehrsaufkommens abgelehnt. 

Laut Braunisch sind die von der Straßenbaubehörde Hessen Mobil im Jahr 2016 stichprobenhaft an sechs Tagen erhobenen Verkehrszahlen nicht korrekt: „Die offizielle bundesweite Verkehrsmengenerhebung aus dem Jahr 2015 kommt zu deutlich höheren Zahlen über das Verkehrsaufkommen als die von Hessen Mobil stichprobenartige vorgenommene Zählung. Diese spiegelt nicht das reale Verkehrsaufkommen wieder.“ 

Außerdem sei bei der Ablehnung der Ampel nicht der Lkw-Verkehr vom und zum Basaltwerk berücksichtigt worden. Schließlich sei nach dem Fertigbau der A 44 zudem mit verstärktem Ausweichverkehr zur A 7 zu rechnen.

Dass viele Anwohner im Ort die Kreuzung für gefährlich halten, zeigt eine Unterschriftenliste, die von dem Eiterhagener Gerd Driesen Anfang diesen Jahres gesammelt wurde: 118 Bürger stufen das Überqueren der Fahrspuren als gefährlich ein. „Wir fühlen uns nicht ernst genommen“, sagt Driesen und verweist auf die Geschwindigkeitsanzeigetafel am Ortseingang: „Die Anzeige fällt alle paar Tage aus, weil die Batterien gewechselt werden müssen.“

Schilder mit dem Hinweis „Vorsicht Schulweg kreuzt“ und eine Tempo-30-Zone im Kreuzungsbereich – das wünschen sich Braunisch und Driesen. Momentan wird von der Straßenverkehrsbehörde des Landkreises der Antrag für eine Tempo-30-Zone in dem Bereich geprüft, den die Gemeinde Söhrewald gestellt hat. Bürgermeister Michael Steisel (SPD) hofft, dass durch die mögliche Tempo-30-Zone „ein bisschen Ruhe einkehrt“.

„Der Antrag auf Anordnung einer punktuellen Tempo-30-Zone ist am 21. Juni 2018 gestellt worden“, bestätigt Kreissprecher Harald Kühlborn. Der Antrag wurde zur Anhörung an die Fachbehörden beim Polizeipräsidium Kassel und Hessen Mobil weitergeleitet. 

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