Im Forstrevier Eiterhagen ist rund ums Jahr Weihnachten

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Bei ihm ist immer Weihnachten: Im Revier Eiterhagen von Förster Andreas Heimann liegt die einzige Weihnachtsbaumkultur des Forstamtes.

Albshausen. In unserer Serie stellen wir Ihnen, liebe Leser, das Forstamt Melsungen vor. Diesmal geht’s um das Revier Eiterhagen - das einzige Revier mit einer Weihnachtsbaumkultur.

Bei Andreas Heimann könnte eigentlich jeden Tag Weihnachten sein. Er ist der Weihnachtsbaum-Förster im Forstamt Melsungen, weil in seinem Revier rund 2500 Nordmanntannen und Blaufichten wachsen - auf einer Fläche von drei Fußballfeldern. Es ist die einzige Weihnachtsbaumkultur im Forstamt. Bis die Bäume mit Lametta und Christbaumkugeln geschmückt werden können, müssen noch ein paar Jahre vergehen.

Die letzten Weihnachtsbäume wurden 2014 gefällt. Seitdem wurden viele neue Bäumchen gepflanzt, die nun erst zu Weihnachtsbaum-Größe von mindestens 2,50 Meter wachsen dürfen. Jedes Jahr im Mai, wenn die Bäume austreiben, gehen Förster Heimann und sein Forstwirte-Team mit Zangen durch das Gebiet: Dann werden die obersten Triebe gequetscht, damit die Bäume dichter wachsen anstatt in die Höhe zu schießen. Zurzeit sind die angehenden Weihnachtsbäume zwischen drei und acht Jahren alt. Nur einige ganz große stehen dort, aber die würden jedes Wohnzimmer sprengen. „Sie eignen sich eher als Weihnachtsbäume in Kirchen, Schulen oder vor Rathäusern“, berichtete Andreas Heimann.

Versteckt im Revier, fernab der Waldwege, liegt ein großes Loch. In dem Steinbruch der Basalt AG wird hochwertiger Basalt abgebaut, speziell für den Autobahnbau. Das Loch ist etwa so groß wie der Singliser See, und es wird immer größer. Zuletzt ist es vor zwei Jahren gewachsen: Damals musste Förster Heimann zwei Hektar Wald roden, damit mehr Steine abgebaut werden können. Die Bäume hatten zum Glück kein sehr hochwertiges Holz. Natürlich pflanzt ein Förster lieber Bäume, statt sie zu fällen - aber der Holzverkauf ist eben auch ein wichtiges Ziel.

Einen Lieblingsbaum hat Förster Heimann nicht, dafür ein Lieblingswaldstück: Das ist das Gebiet mit den Weihnachtsbäumen. Heimann liebt dort den herrlichen Blick bis nach Kassel. Und wenn dann noch Schnee liegt und die Sonne scheint - dann ist es für ihn zwischen all den Nordmanntannen wie Weihnachten.

Das Revier Eiterhagen im Kurzporträt:

• Waldfläche: 2000 Hektar, davon 1900 Hektar Staatswald, der Rest Kommunal-, Privat- und Interessentenwald

• Revierförster: Andreas Heimann, 53; ihm zur Seite stehen die Forstwirte Holger Graß, Jens Nadler und Wolfgang Werner. Andreas Heimann ist neben seiner Revierleitertätigkeit mehrmals im Jahr am Forstlichen Bildungszentrum in Weilburg tätig, bildet dort den forstlichen Nachwuchs aus und gibt EDV-Schulungen.

• Gemarkung: in den Gemeinden Söhrewald, Guxhagen, Körle und Helsa

• Höchste Erhebung: Dreiförsterstein am Sälzerweg, 475 Meter

• Verteilung der Baumartengruppen: 56,5 Prozent Buche, 30,5 Prozent Fichte, 7,2 Prozent Kiefer, 5,7 Prozent Eiche

• Jahreseinschlag: 10 000 Festmeter

• Besonderheiten des Reviers: große Weihnachtsbaumkultur bei Albshausen (die einzige des Forstamts Melsungen), großer Steinbruchbetrieb am Ölberg zwischen Wattenbach und Quentel, Waldkindergarten der Gemeinde Guxhagen im Staatswald.

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