Breiterer Weg und weniger Schlaglöcher

Frischekur für Radweg auf der alten Söhretrasse

Zu schmal: Der Radweg auf der Söhretrasse ist im Bereich der Gemeinde Söhrewald zugewachsen und in schlechtem Zustand. Bürgermeister Michael Steisel (Bild) ist froh, dass mit Unterstützung des Landkreises nun auch der Rest des Radwegs saniert werden kann. Foto: Schindler

Söhrewald. Der Radweg auf der früheren Söhretrasse wird mit Unterstützung des Landkreises im Bereich der Gemeinde Söhrewald weiter saniert und ertüchtigt.

Kreismitarbeiter Uwe Koch, verantwortlich für den Bereich Verkehr und Sport, überreichte Bürgermeister Michael Steisel (SPD) dazu einen Bescheid über knapp 10 000 Euro.

Bereits im vergangenen Jahr hatte der Landkreis 10 000 Euro aus seinem Förderprogramm zur Verfügung gestellt. Bürgermeister Steisel äußerte sich sehr dankbar über die finanzielle Hilfe. In Söhrewald gebe es viele Radwege, doch als finanzschwache Kommune sei man mit der Unterhaltung der Wege allein überfordert.

Der Radweg, auf dem man von Wellerode in gut 20 Minuten die Fuldaaue in Kassel erreicht, erfreut sich großer Beliebtheit bei Freizeitradlern, Joggern, Skatern und Spaziergängern. Auch für den Radtourismus in der Söhre und im Kaufunger Wald hat er Bedeutung. Darüber hinaus nutzen Berufspendler nach Lohfelden oder Kassel die Route.

Allerdings ist der Weg teilweise so zugewachsen, dass sich Radfahrer kaum begegnen können. Schlaglöcher und Wasserlachen trüben ebenso das Fahrvergnügen.

Das soll sich nun ändern. Statt stellenweise nur 80 Zentimeter soll der Weg durchgängig eine nutzbare Breite von 2,20 Meter erhalten. Wo nötig, werden die Entwässerungsgräben und die Tragkonstruktion erneuert, um die Pfützen dauerhaft zu beseitigen. Auch Bäume und Büsche sollen zurückgeschnitten werden.

2014 war ein 630 Meter langes Teilstück zwischen Zechenstraße und Schulstraße erneuert worden. Nun kommt der 1,6 Kilometer lange Abschnitt zwischen Schulstraße und der Ortsgrenze Vollmarshausen an die Reihe. Zum Jahresende soll der Ausbau auf dem gesamten 2,2 Kilometer langen Radweg in Söhrewald fertiggestellt sein. Dank der einheitlichen Beschilderungen im Großraum Kassel könnten sich auch Radfahrer von auswärts gut orientieren, sagte Rudi Roy als Fahrradbeauftragter des Landkreises Kassel.

Der Landkreis fördert die Instandhaltung von Radwegen in den Gemeinden bereits seit vielen Jahren, 50 000 Euro stehen dafür jährlich zur Verfügung. Gefördert werden Instandsetzungsarbeiten und kleine Projekte. „Mit kleinen Mitteln möglichst großen Nutzen erzielen“, so beschrieb Koch das Motto dieses Programms. Dies sei ein Vorteil für finanzschwache Kommunen gegenüber der Landesförderung zum Bau von neuen Radwegen, wo die Kommunen einen erheblichen finanziellen Eigenanteil leisten müssen.

Nach der Instandsetzung wird die Gemeinde den Radweg weiter in Eigenverantwortung pflegen. Mitarbeiter des Bauhofs sind damit beauftragt. Aber auch so mancher Anlieger engagiert sich, berichtet der Bürgermeister. So mähe etwa der Söhrewalder Georg Bernhardt - „bei uns heißt er nur Trassenbeauftragter“ - den Grasstreifen an der Trasse.

Eine Beschreibung des Radwegs inklusive Streckenprofil und Fotos finden Sie hier:

http://zu.hna.de/soehretrasse

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