Söhre: Bald vier neue Windräder?

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Im Jahr 2013 begann die Betreibergesellschaft Windpark Söhrewald / Niestetal mit dem Bau der letzten von nunmehr fünf fertigen Windrädern am Warpel. Platz für vier weitere Anlagen gibt es weiter südlich. Unser Bild zeigt die Söhre mit Blick in Richtung Norden auf den Sandershäuser Berg, dazwischen liegen die Orte Lohfelden und – weiter hinten – Heiligenrode.

Söhrewald. Möglich wären sie - vier weitere Windräder in der Söhre südlich des Warpels. Zumindest lässt das der Teilregionalplan Energie zu.

Der ist zwar noch nicht beschlossen. Doch können dort schon jetzt auf Grundlage des Bundes-Immissionsschutzgesetzes bis zu vier weitere Windräder beantragt werden.

„Tatsächlich wäre das eine für uns interessante Erweiterung“, sagt Ingo Pijanka, Sprecher der Betreibergesellschaft Windpark Söhrewald / Niestetal, die bereits fünf Windräder in der Söhre unterhält. Zumindest ließen sich vier neue Windräder prima in den bisherigen Bestand integrieren, sagt Pijanka. Aber: „Das alles hat mit konkreten Plänen noch nichts zu tun.“

Denn: Die Gemeinde Söhrewald sowie der Grundbesitzer Hessen-Forst müssten sich in dieser Sache erst einmal einigen. Zudem müsse noch viel geprüft, begutachtet, geplant und letztlich ausgeschrieben werden. „Doch wenn es so weit ist, zählen wir sicherlich zu den Bewerbern.“

Söhrewalds Bürgermeister Michael Steisel (SPD) zumindest hätte nichts dagegen - und auch nicht die Gemeindevertretung. Jüngst hat sie Bedingungen für den Bau von vier weiteren Windrädern in Söhrewald formuliert und beschlossen.

Und die decken sich mit denen, die sich auch die von den Städtischen Werken geführte Windparkgesellschaft auf die Fahne geschrieben hat.

„Wichtig ist, dass sich in erster Linie regionale Akteure an der Finanzierung der Windräder beteiligen - und eben keine internationalen Fonds“, sagt Steisel. „Denn nur wenn die Wertschöpfung in der Region bleibt, haben wir die notwendige Akzeptanz für weitere Großanlagen - und damit auch für die Energiewende.“

Wichtig sei auch, dass künftig 70 Prozent der Gewerbesteuereinnahmen aus Windkraftanlagen in die Kassen der Windkraftkommunen flössen. Wie viel Geld das für Söhrewald bei vier neuen Windanlagen am Warpel wäre, ist noch nicht absehbar. Denn noch nicht einmal die bereits fünf bestehenden Anlagen werfen aktuell Steuern ab. Sie sind zu jung und daher noch längst nicht abgeschrieben.

All diese Forderungen stellen für die Betreibergesellschaft Windpark Söhrewald /Niestetal kein Hindernis dar. „Wir verfolgen ähnliche Ziele aus ähnlichen Gründen“, sagt Pijanka. Insofern lasse sich schon jetzt vorsichtig eine Interessenbekundung formulieren. „Mal sehen, was die nächsten Monate so bringen.“

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