Krise in der Solarbranche

SMA: 800 Mitarbeiter müssen gehen

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Dunkle Wolken über SMA.

Kassel. 700 Vollzeitstellen will Solartechnikhersteller SMA bis Jahresende 2014 in Deutschland abbauen. Insgesamt werden davon etwa 800 Mitarbeiter betroffen sein, weil auch die Zahl der Teilzeitbeschäftigten verringert wird. Grund: SMA wurde 2013 von der Krise in der Solarbranche voll erwischt.

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Der Umsatz ist seit 2010 um nahezu 50 Prozent zurückgegangen. SMA hat derzeit weltweit 5800 Mitarbeiter, davon 4500 in Deutschland. Die meisten arbeiten in den Standorten in Niestetal und Kassel. Nach dem Personalabbau soll die Mitarbeiterkapazität an den Standorten in Deutschland Ende 2014 bei rund 3000 Vollzeitstellen liegen, was ungefähr 3500 Mitarbeitern entspricht.

Der Vorstand hatte die Beschäftigten am Mittwoch in einer Mitarbeiterversammlung über die geplanten Personalanpassungen informiert. Als Marktführer sei SMA von der rückläufigen Entwicklung im Solarmarkt besonders betroffen, erklärte Vorstandssprecher Pierre-Pascal Urbon.

Aktualisiert um 18.05 Uhr

Der starke Umsatzrückgang könne nicht allein durch Erhöhung der Produktivität und Materialkosteneinsparungen ausgegeglichen werden. „Wir sind deshalb gezwungen, die Personalstruktur in den nächsten Monaten noch weiter als bisher geplant anzupassen“, sagte Urbon. Die Personalanpassung soll so sozialverträglich wie möglich gestalten werden. Gespräche mit dem Betriebsrat dazu dauern noch an.

Zur Diskussion stehen ein weiteres freiwilliges Abfindungsprogramm oder der Übergang der Mitarbeiter in eine Transfergesellschaft. Wenn das nicht reicht, kann der Vorstand betriebsbedingte Kündigungen nicht ausschließen. Keine Sorgen müssen sich Computer- und Entwicklungsspezialisten machen. In der Technologieentwicklung will SMA nicht entlassen, sondern weiterhin investieren, um die Technologieführerschaft auszubauen.

Von Jörg Steinbach

Fotos: SMA - Unternehmensgeschichte in Bildern

SMA: Die Geschichte des Unternehmens in Bildern

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