Aufbau ist vor Stichtag 1. Juli beendet – Mit 2,5 Megawatt Leistung eine der größten Anlagen Nordhessens

Solarpark rechtzeitig am Netz

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Letzte Handgriffe: Richard Mogilcki hilft beim Aufbau des Zaunes am neuen Bürgersolarpark bei Elgershausen. Die Module sind seit wenigen Tagen am Netz.

Schauenburg. „Die Anlage ist am Netz.“ Horst Brückmann und Marek Grimmelbein ist die Erleichterung über diesen Umstand anzusehen. Die Geschäftsführer der Firmen STH (Lohfelden) und BLG (Wolfhagen) hatten in den vergangenen drei Monaten nur ein Ziel:

Sie wollten den Bürgersolarpark Elgershausen noch vor einer möglichen Absenkung der Einspeisevergütung zum 1. Juli durch den Bund in Betrieb nehmen.

Baugenehmigung, Suche nach Investoren und letztendlich der Aufbau der Anlage – das alles fand im Eiltempo statt. Der Bürgersolarpark, mit 2,5 Megawatt Leistung und 10 400 Solarmodulen einer der größten Parks in Nordhessen, wurde gerade noch rechtzeitig ans Stromnetz angeschlossen. „Wenn man das zeitlich so plant, dann muss alles passen“, sagt Marek Grimmelbein. „Das war schon sportlich.“

Gepasst hat laut Brückmann allerdings nicht alles. Die Niestetaler Solarfirma SMA habe die Wechselrichter zunächst nicht liefern können. Erst auf den letzten Drücker, so Brückmann, seien die 108 Geräte eingetroffen. Der Engpass habe dazu geführt, dass am vergangenen Samstag alle verfügbaren Mitarbeiter einschließlich der Geschäftsführer auf dem Feld standen und Wechselrichter montiert haben. So wurden die Planer gerade noch fertig. Nur eine Woche blieb damit vor dem 1. Juli als allerletzter Puffer.

„Wenn man das zeitlich so plant, dann muss alles passen.“

BLG-Geschäftsführer Marek Grimmelbein

In nur fünf Wochen ist die Fotovoltaikanlage oberhalb von Elgershausen, direkt an der Autobahn 44, unweit der Anschlussstelle Kassel-Wilhelmshöhe aufgestellt worden. Tausende Stützen wurden auf den 4,5 Hektar großen Feldern auf beiden Seiten der Autobahn in den Boden gerammt. Darauf wurden die Solarmodule befestigt. Rund 500 Einfamilienhäuser lassen sich über die Module mit Strom versorgen.

Noch nicht entschieden ist nach Angaben der Projektleiter die Aufteilung der Anteile des Bürgersolarparks. Interessenten gebe es mehr als genug, sagen sie. Vorrang sollen zunächst die Privatinvestoren aus Schauenburg bekommen. 920 000 Euro sind notwendig, um die Gesamtinvestition von fünf Millionen Euro zu tragen. Anfang Juli werde man die Verteilung der Anteile abschließen, erläutert Grimmelbein.

Restarbeiten an dem Gelände finden derzeit noch statt. Eine Firma zäunt die neue Anlage ein. Eine Hecke soll noch entlang des Zufahrtweges gepflanzt werden.

HINTERGRUND

Von Sven Kühling

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