30 000. Anlage zur Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien gestern ans Netz angeschlossen

Solarstrom statt Riester-Rente

Freuen sich über die 30 000. Anlage: (von links) Renate Kaminiarek, Marko Albrecht (Solarberater Heinl Solar), Gerd Kaminiarek, Thomas Weber (Vorstandsmitglied Eon Mitte), Thomas Stang (Bezirksmeister Eon), Anne Werderich (Bürgermeisterin Fuldatal), Holger Heinl (Geschäftsführer Heinl Solar) und Andreas Schneider (Leiter Eon Mitte, Netzregion Hofgeismar). Fotos: Sommerlade

Fuldatal. Für Renate Kaminiarek ist es ein vorweihnachtliches Geschenk der besonderen Art, für Ehemann Gerd eine gute Alternative zur Riester-Rente und für die Eon Mitte AG die mittlerweile 30 000. Stromerzeugungsanlage aus erneuerbaren Energien, die ans Stromnetz angeschlossen wurde. Gestern ging die 39 Module umfassende Fotovoltaikanlage auf dem Dach des Einfamilienhauses der Kaminiareks in Knickhagen in Betrieb.

Das Interesse an einer Fotovoltaikanlage bestand beim 58-jährigen Hausbesitzer schon länger. „Auf der Herbstmesse wurde die Angelegenheit dann aber konkret“, erzählte Kaminiarek. Das Ehepaar entschied sich für eine Anlage mit einer Leistung von 7,2 Kilowatt, die jährlich etwa 6500 Kilowattstunden elektrische Energie erzeugt. „Einen Teil der erzeugten Energie nutzen wir selbst, den Rest speisen wir ins Eon-Stromnetz ein. Wir sehen die Einspeisevergütung als kleines Zubrot zur Altersvorsorge“, so Kaminiarek und fügt lachend hinzu: „Statt Riester machen wir Solar.“

Damit liegen die Knickhagener voll im Trend. Die Zahl der Erneuerbaren-Energie(EEG)-Anlagen im Netzgebiet der Eon Mitte hatte bereits im vergangenen Jahr einen Rekord erreicht: Ans Eon-Stromnetz angeschlossen wurden durchschnittlich 7600 Anlagen, die Sonnenenergie, Biomasse, Windenergie sowie Deponie-, Klär- und Grubengas nutzen.

Große Herausforderungen

„Auch in diesem Jahr rechnen wir mit einer ähnlich großen Zahl“, sagte Vorstandsmitglied Thomas Weber. Der Trend zu einer verstärkt dezentralen Stromversorgung aus erneuerbaren Energien stelle Stromnetzbetreiber vor große Herausforderungen. Die immer größeren Mengen Strom gelte es in das Gesamtsystem aufzunehmen, ohne die Versorgungszuverlässigkeit zu gefährden. Auch Fuldatals Bürgermeisterin Anne Werderich freute sich über die Inbetriebnahme der Anlage. „Der Einsatz erneuerbarer Energien spielt bei der Umsetzung der Energiewende gerade für Kommunen eine große Rolle.“ Im vergangenen Jahr erzeugten in Fuldatal 184 Anlagen knapp 30 Millionen Kilowattstunden umweltfreundliche Energie. „Das sind 87 Prozent des Fuldataler Gesamtverbrauchs. Wir leisten einen wertvollen Beitrag zur Umsetzung der Energiewende.“ ARTIKEL RECHTS

Von Martina Sommerlade

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