Technologie-Ressort wird geteilt

Solartechnik-Hersteller SMA baut Vorstand um

Kassel. Stühlerücken in der SMA-Vorstandsetage: Der Niestetaler Solartechnik-Hersteller baut die Führungsriege um und erweitert sie. Das bislang von Roland Grebe geführte Ressort Technologie wird in die Bereiche Technische Entwicklung und Technische Innovation geteilt.

Grebe, dessen Vertrag um fünf Jahre verlängert wird, übernimmt im April das Ressort Innovation und wird künftig die Hybrid- und Speicheranwendungen sowie die Smart-Home-Systemlösungen weiterentwickeln und neue Geschäftsfelder erschließen. Neu in den Vorstand einziehen wird Dr. Jürgen Reinert. Er verantwortet künftig den Bereich Technische Entwicklung mit Schwerpunkt neue Produktplattformen sowie Ausbau der weltweiten Entwicklungsstandorte. Reinert ist seit 2011 bei SMA und führt den Bereich Kraftwerke.

Gleichzeitig scheidet Vertriebsvorstand Marko Werner im Juni aus familiären Gründen aus der Führungsriege aus. Er bleibt dem Unternehmen aber als stellvertretender Vertriebschef das Europa-Geschäft führen. Seinen bisherigen Job übernimmt übergangsweise Vorstandssprecher Pierre-Pascal Urbon. Der Posten soll neu besetzt werden. Für Finanzvorstand Lydia Sommer ändert sich bei diesem Umbau nichts.

Mehr Informationen zu SMA finden Sie im HNA-Regiowiki.

„Mit der Verstärkung des Vorstands unterstreicht SMA seine technologische Ausrichtung und verankert wichtige Elemente der Strategie in der Unternehmensführung“, begründete SMA-Aufsichtsratsvorsitzender Günther Cramer den Umbau. Der globale Solarmarkt durchlaufe einen tief greifenden Strukturwandel. Die Technologie-Entwicklung sei dabei der Schlüssel sowohl für eine weltweite Energiewende als auch für die erforderliche Kostensenkung. Denn nur mit innovativer Systemtechnik sei die Weiterentwicklung der Energiewirtschaft hin zu dezentralen Versorgungsstrukturen möglich.

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Gleichzeitig dankte Cramer Marko Werner für dessen Verdienste und begrüßte, dass das scheidende Vorstandsmitglied dem Unternehmen als erfahrener Vertriebler erhalten bleibe.

SMA hat 2013 gut 900 Millionen Euro umgesetzt und bis zu 90 Mio. Euro Verlust prognostiziert. Genaue Zahlen legen die Niestetaler in der nächsten Woche vor.

2012 hatte das Unternehmen noch 1,46 Milliarden Euro umgesetzt und 75,1 Mio. Euro verdient. Weltweit beschäftigt SMA mehr als 5000 Mitarbeiter.

Von José Pinto

Rubriklistenbild: © picture-alliance/ dpa

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