Hobby-Gärtner lernten Schnitt von Obstgehölzen – Angebot von Wassererlebnishaus und Gemeinde Fuldatal

Ein Hut soll durch den Baum fliegen

Anschauungsobjekt: Monica Klusmann (Mitte) vom Förderverein Umweltbildung Fuldatal erklärt an einem Baum, welche Äste abgeschnitten werden müssen. Fotos: Schilling

Fuldatal. Wie setzt man die Schere richtig an? Welche Äste lässt man stehen, und wann ist der richtige Zeitpunkt für den Rückschnitt der Obstbäume? Antworten auf Fragen wie diese gab es am Samstag beim Wassererlebnishaus in Fuldatal. Dessen Träger, der Förderverein Umweltbildung Fuldatal, hatte in Kooperation mit der Gemeindeverwaltung zu einer kostenlosen Einführung in den Obstbaumschnitt eingeladen. Etwa 30 Besucher waren der Einladung gefolgt.

Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand das praktische Üben, bei dem Monica Klusmann und Werner Waldrich vom Förderverein den Gartenliebhabern mit Rat und Tat zur Seite standen.

Nach einer kurzen theoretischen Einführung verteilten sich die Teilnehmer auf 15 Bäume, ausgestattet mit Leitern, kleinen und großen Scheren und Sägen. Und dann fielen auch schon die ersten Äste, die anschließend zu einer Totholzhecke aufgeschichtet wurden.

„Ich will mich nicht auf andere verlassen müssen, sondern meine Bäume selbst schneiden. Darum möchte ich das hier lernen“, erklärt Inge Redler, die vier Apfelbäume, eine Mirabelle und einen Zwetschgenbaum in ihrem Garten stehen hat. Auch Frank Huppach hat einen großen Garten. Er schneidet seine Bäume schon lange selbst, hat es von Opa und Vater gelernt. Das Angebot hat ihn trotzdem gereizt. „Hier kann man neue Erkenntnisse sammeln, und es ist schön, sich mit anderen auszutauschen.“

Viele sind dabei, die schon Erfahrung im Baumschnitt haben. Und so entwickelt sich zwischen den Hobby-Gärtnern schnell eine rege Diskussion, bei der viele Tipps weitergegeben werden. So erzählt ein Teilnehmer von dem Rat eines Gärtners: „Innen muss der Baum so geschnitten werden, dass man einen Hut hindurch werfen kann.“

Hintergrund des Angebotes ist die Baumpatenschaft, die das Wassererlebnishaus für über 70 Bäume der Gemeinde Fuldatal übernommen hat. „Diese Bäume mussten sowieso geschnitten werden, und da hatten wir die Idee: Machen wir doch einen Kurs daraus“, erklärt Vera Eing vom Organisationsteam.

Eine Aktion, von der beide Seiten profitieren. Die Bäume werden gepflegt und die Teilnehmer können einiges lernen. „Das ist ein gutes Angebot. Ich schneide meine Bäume seit Jahren selbst. Heute bin ich hier, um zu lernen, wie es richtig geht“, sagt Dirk Schöttelndreier und lacht.

Ein weiterer kleiner Nebeneffekt – die Besucher lernen das Wassererlebnishaus kennen. Dessen Leiter Klaus Memmen kann sich vorstellen, das Obstprogramm künftig auszudehnen, zum Beispiel eine Ernteaktion für Kinder anzubieten.

Von Meike Schilling

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