Interview zum Vertrag mit Feuerwehren

Kultusminister Alexander Lorz: "Sollte nicht Pflicht sein"

Der hessische Kultusminister Alexander Lorz (CDU).

Der Landesfeuerwehrverband und das Hessische Kultusministerium haben einen Kooperationsvertrag unterzeichnet. Das Papier soll eine engere Zusammenarbeit von Wehren und Schulen regeln.

Wir sprachen mit Minister Alexander Lorz (CDU) über die Ziele der Kooperation.

Herr Lorz, was erhoffen Sie sich von dem nun geschlossenen Kooperationsvertrag? 

Alexander Lorz: Der Vertrag soll ein Signal sein und die Feuerwehren und Schulen ermutigen, lokale Kooperationen in die Wege zu leiten. In den Schulen könnte es beispielsweise Angebote im Ganztagsbereich geben, die als schulische Veranstaltungen zählen können.

Kann durch die Kooperation der Mitgliederschwund bei den Feuerwehren eingedämmt werden? 

Lorz: Das kann nicht die alleinige Lösung sein, sondern das ist ein Baustein. Aber es ist besser, wenn mehr Kinder und Jugendliche die Arbeit der Feuerwehren kennenlernen. Wir haben die Hoffnung, dass sich einige Jugendliche weiter engagieren.

Landrat Uwe Schmidt hatte einen Feuerwehr-Unterricht im Wahlpflichtbereich, wie es ihn auch in Rheinland-Pfalz gibt, vorgeschlagen. Den lehnen Sie nach wie vor ab? 

Lorz: Ich widerspreche dem Landrat nur in einem Punkt: Die Feuerwehr-Arbeit in den Schulen sollte nicht verpflichtend sein. Die Schüler können eher motiviert werden, wenn es ein freiwilliges Angebot gibt.

Kommentare

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