Ausgesetzte Rotwangenschildkröten haben sich im Ahnepark eingelebt

Sonnenbaden als Hobby

Auf zur Sonnenbank: Eine Rotwangenschildkröte arbeitet sich aus einem der Teiche des Ahneparks heraus, um sich auf dem warmen Stein ein Sonnenbad zu gönnen. Foto: Germandi

Vellmar. Sie stammt vorwiegend aus den USA und lebt im Bereich des Mississippi in Gewässern, die sich in der Sonne schnell erwärmen. Das Verbreitungsgebiet umfasst aber auch den südlichsten Zipfel des Michigan-Sees und den Golf von Mexiko. Denn die Rotwangenschildkröte liebt es warm bei Temperaturen um die 20 Grad. Dann nimmt sie gerne ein ausgiebiges Sonnenbad, das schon mal drei bis vier Stunden dauern kann.

Trotzdem haben sich mehrere Wasserschildkröten, die von ihren Besitzern ausgesetzt wurden, in den Teichen des Vellmarer Ahneparks akklimatisiert und anscheinend auch den Winter in geschützten, nicht gar so kalten Verstecken überlebt, hat der Tierfotograf Karl-Heinz Germandi beobachtet. Er fotografierte kürzlich eine Rotwangenschildkröte, die sich gerade aus einem der Teiche herausarbeitete, um auf einem Stein ein Sonnenbad zu nehmen. Auch zwei Gelbwangenschildkröten konnte der Fotograf, der sich oft stundenlang auf die Lauer legt, im Ahnepark ausmachen. Bei artgerechter Haltung können die Tiere, die als lebhafte Schwimmer gelten, übrigens bis zu 40 Jahre alt werden.

Inzwischen unterliegen diese Schmuckschildkröten dem Artenschutz und dürfen nicht mehr nach Deutschland importiert werden. Davor konnte man sie laut Germandi für wenig Geld in den heimischen Zoohandlungen erwerben.

Rotwangenschildkröten sind als Jungtiere Fleischfresser, entwickeln sich aber mit zunehmendem Alter zu Vegetariern, erläutert Germandi. Die Weibchen können bis zu 30 Zentimeter lang werden, die Männchen bleiben mit 25 Zentimetern etwas kleiner. Ein ausgewachsenes Weibchen wiegt bis zu eineinhalb Kilogramm. (swe)

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