Sonnenfänger auf Stelzen an der A 7 geplant

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Energie von der Sonne: So ähnlich wie diese Anlage wird der Solarpark bei Sandershausen aussehen. Die Pläne des privaten Investors sehen 1976 Module vor, die in 14 unterschiedlich langen Reihen angeordnet sind. Das Areal liegt westlich der Autobahn 7 unweit des Wichtelbrunnenbades.

Niestetal. In Sandershausen wird möglicherweise schon bald eine Fotovoltaik-Freilandanlage mit zahlreichen Solarmodulen entstehen.

Auf einem 8400 Quadratmeter großen Grundstück am Wichelbrunnenweg westlich der Autobahn 7 plant ein Investor aus Kassel die Errichtung von aufgeständerten Modulen.

Die Pläne der mit der Ausführung beauftragten Spezialfirma Mars Solar GmbH aus dem sauerländischen Marsberg sehen für die Südlage 1976 Module vor, die in 14 unterschiedlich langen Reihen angeordnet sind. Die Anlage erbringt unter optimalen Bedingungen eine Höchstleistung von 375 Kilowatt.

Es handele sich um erste Planungen, sagte eine Firmensprecherin auf HNA-Anfrage. Insgesamt soll das Grundstück, das auch an die Straße Am Teufelsberg grenzt, zu zwei Dritteln mit den Solarmodulen bestückt werden.

An der Ecke Wichtelbrunnenstraße/Am Teufelsberg ist ferner ein sogenannter Einspeisepunkt vorgesehen. Dort würde der über die Module gewonnene Sonnenstrom dann in das öffentliche Netz geleitet.

„Das ist eine politische Entscheidung.“

Zu den Kosten für die Freilandanlage konnte das Unternehmen keine Angaben machen.

Ob der Solarpark tatsächlich kommt, steht allerdings noch nicht fest. Am kommenden Donnerstag beschäftigt sich die Gemeindevertretung mit dem Thema.

Um das Projekt verwirklichen zu können, muss für das bislang landwirtschaftlich genutzte Areal ein Bebauungsplan aufgestellt werden. Der Investor sei bereit, die Kosten für das Verfahren zu übernehmen, heißt es in den Unterlagen für die Abgeordneten.

Die Gemeindeverwaltung lehnte gegenüber unserer Zeitung eine Bewertung des Vorhabens ab. „Das ist eine politische Entscheidung“, sagte Verwaltungssprecher Dennis Bachmann.

Dass die Gemeindevertreter die Fotovoltaik-Freilandanlage ablehnen, gilt indes als unwahrscheinlich. Als Sitz des Solartechnikherstellers SMA könnte sich Niestetal kaum einen Affront gegen einen Investor erlauben, der auf diese Form der erneuerbaren Energie setzt.

Zumal die Anlagen mit Wechselrichtern ausgestattet werden müssen, die den aus der Sonne gewonnenen Gleichstrom in netztauglichen Wechselstrom umwandeln.

SMA ist Weltmarktführer bei den technisch anspruchsvollen Geräten.

Die Gemeindevertretung beschäftigt sich am Donnerstag, 26. Januar, ab 20 Uhr, bei ihrer Sitzung im Rathaus, Heiligenröder Straße 70, mit der Fotovoltaik-Freilandanlage.

Von Peter Ketteritzsch

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