Organisatoren der Ahnataler Winterlaufserie können Straßenquerung nicht gewährleisten

Sorgen ohne Polizeihelfer

Sorgen für Sicherheit: Sperrten die Kreisstraße 29, wenn die Läufer sie bei der Ahnataler Winterlaufserie überqueren mussten, die freiwilligen Polizeihelfer Frank Schwietzer (Mitte) und Jörg Frank. Foto: Kisling

Ahnatal. Bei den Organisatoren der Ahnataler Winterlaufserie machen sich nach dem Ende der traditionsreichen Sportveranstaltung, die von November bis März einmal monatlich in Weimar stattfand, Sorgenfalten breit.

Seit der Entscheidung der Gemeindevertretung, den freiwilligen Polizeidienst in Ahnatal abzuschaffen, steht der Sportverein SVW Weimar Ahnatal, der seit 41 Jahren die Laufserie ausrichtet, für seine geplanten Veranstaltungen vor einem Problem.

Die Laufstrecken führen alle über die Kreisstraße 29. Dort standen in den vergangenen Jahren die Polizeihelfer, die die Befugnis hatten, zum Zeitpunkt der Wettkämpfe den Verkehr zu regeln.

„Diese Befugnis haben wir als ehrenamtliche Helfer nicht. Wir machen mit Schildern auf die Veranstaltung aufmerksam und haben am Übergang auch Helfer, allerdings dürfen wir nicht in den Verkehr eingreifen“, erklärt Andreas Arendt, stellvertretender Vorsitzender des SVW 06 Ahnatal und Organisator der Winterlaufserie.

Bereits vor der Einführung des Freiwilligen Polizeidienstes habe es an diesem Punkt immer große Probleme gegeben, die so nicht mehr hinzunehmen seien, meint Arendt. Die fünf Läufe seien dabei nicht die einzigen Sportveranstaltungen, die durch den Entschluss der Gemeindevertretung vor Probleme gestellt würden. Auch beim Hallenfußballturnier zwischen den Jahren, den Handball- und Volleyballturnieren im Sommer und dem Heckershäuser Abendvolkslauf waren die freiwilligen Polizeihelfer in den vergangenen Jahren fester Bestandteil.

Realistische Alternativen sieht Arendt nicht. Eine Sperrung der Kreisstraße mit entsprechender Umleitung würde den Verein über 500 Euro pro Rennen kosten, eine nicht zu finanzierende Summe. Dankbar sei man über die Unterstützung der Polizei, die häufig zu dem Zeitpunkt der Wettkämpfe vorbeischaue.

Eine Lösung sei aber auch dies nicht. „Es ist nicht die Aufgabe der Polizei, für eine ehrenamtliche Veranstaltung den Verkehr zu regeln. Wir sind um jede Unterstützung dankbar, aber dauerhaft kann die Polizei nicht vor Ort sein“, meint Arendt und ergänzt: „Man kann nicht an alles ein Preisschild hängen. Ohne Unterstützung kann Ehrenamt nicht funktionieren. Wir bieten etwas für die Bürger an und verlieren trotzdem die gemeindliche Unterstützung, das ist frustrierend.“

Einen Brief habe der Verein bereits an die gemeindlichen Gremien geschrieben mit der Bitte, sich um eine Lösung des Problems zugunsten Ahnataler Sportveranstaltungen zu kümmern. Bis November haben der SVW und die Gemeinde Zeit, eine Lösung zu finden. Dann soll der Startschuss zur 42. Ahnataler Winterlaufserie fallen.

Von Tobias Kisling

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