Geschwister-Scholl-Schule in Rothwesten: Schulleiterin Doris Rösch verabschiedet

Souverän und mit Bravour

Emotionale Verabschiedung: Die 67 Kinder der Geschwister-Scholl-Schule hielten Rosen für die scheidende Rektorin bereit. Foto: Sommerlade

FULDATAL. Blumen, Lieder, Lyrisches und viele lobende Worte gab es gestern für Schulleiterin Doris Rösch bei ihrer Verabschiedung in den Vorruhestand. „Du hast uns nicht nur Deutsch und Mathe gelehrt, sondern auch viele schöne Stunden beschert“, reimten die 67 Schüler der Rothwestener Geschwister-Scholl-Schule. Dann überreichten sie 67 Rosen. Überraschungen gab es auch vom Lehrerkollegium in Form eines Doris-Rösch-Himmelsstürmers und eines Gedichtvortrags.

„Ich muss jetzt aufpassen, dass ich nicht vor lauter Rührung weine“, sagte die sichtlich bewegte 61-Jährige bei der offiziellen Feierstunde im Theaterraum der Schule. Trotz aller Wehmut betonte sie: „Es ist gut so, wie es ist. Ich gehe mit einem lachenden und einem weinenden Auge.“

Gern erinnere sie sich an die ersten Stunden ihrer Tätigkeit als zunächst kommissarische Leiterin der Grundschule Rothwesten im Jahr 1985, bevor sie fünf Jahre später zur Schulleiterin ernannt wurde. „Seinerzeit war ich lehrmäßig ja noch ein junges Küken. Mir wurde aber sofort sehr viel Einfühlungsvermögen und Toleranz entgegengebracht. Daher fühlte ich mich vom ersten Moment an wohl.“

„Ich fühlte mich vom ersten Moment an wohl.“

Schulleiterin Doris Rösch

Über die Jahre hinweg habe sie sich gern größeren pädagogischen Herausforderungen gestellt. So zum Beispiel, als Anfang der 90er-Jahre viele Kinder aus Osteuropa in das Schulsystem integriert werden mussten. Nach der Einrichtung des Übergangswohnheims Eichenberger Straße seien damals pro Schuljahr etwa 20 Kinder ohne Deutschkenntnisse in unterschiedlichen Jahrgangsstufen aufgenommen worden. „Die Schülerschaft schnellte von einst 73 Schülern auf 146 Schüler an“, so Rösch.

Dass sie während ihrer langjährigen Tätigkeit alle Herausforderungen souverän und mit Bravour meisterte, bescheinigten ihr auch die Festredner Michael Scholz vom Staatlichen Schulamt, Ralf Franke vom Landkreis Kassel, Manuela Roggatz vom Förderverein der Schule, Bürgermeisterin Anne Werderich sowie Röschs Nachfolger Achim Kessemeier. Der Schulleiter der Grundschule Simmershausen wird fortan auch die Leitung der Rothwestener Grundschule übernehmen. „Auch wenn jedes Amt zu ersetzen ist, so wird uns Doris Rösch als Mensch sehr fehlen“, sprach Michael Scholz wohl im Sinne aller.

Von Martina Sommerlade

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