Ahnataler Einrichtung entwickelt sich nach schwierigen Jahren positiv

Patientenzahlen gestiegen - Sozialstation wieder im Aufwind

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Ausgezeichnet: Das Team der Ahnataler Sozialstation um Tamara Sinski (von links), Lydia Fleck, Janett Liesegang, Kerstin Hotz, Angelika Glusa, Maren Harle, Leiterin Sigrid Fornaçon, Jan-Niklas Glusa und Miroslawa Skomski. Es fehlt Friederike Höppner.

Ahnatal. Noch bis vor einem Jahr stand die Ahnataler Sozialstation in der Kritik. Rote Zahlen, weniger als 30 Patienten und Ratlosigkeit um die Zukunft des ambulanten Pflegedienstes sorgten für Negativschlagzeilen.

Als im Oktober 2012 Sigrid Fornaçon die Pflegedienstleitung übernahm und als Ziel ausgab, in naher Zukunft 50 Patienten pflegen zu wollen, gab es einige Zweifel. Doch davon ließ sich das mittlerweile elfköpfige Mitarbeiterteam nicht beirren. Derzeit betreut die Sozialstation 47 Patienten, wird am Ende des Jahres über den geplanten 280.000 Euro aus den Erträgen liegen und kommt somit dem langfristigen Ziel, kostenneutral zu wirtschaften, ein gutes Stück näher.

Den Grund für die Entwicklung sieht Fornaçon in der qualitativen Arbeit ihrer Mitarbeiter. Es gibt drei ausgebildete Palliativ-Care-Mitarbeiterinnen sowie zwei Wundexpertinnen. Eine weitere Mitarbeiterin soll im März im Palliativ-Bereich ausgebildet werden. Theoretisch ist es der Sozialstation gestattet, auf Hilfskräfte zurückzugreifen. Doch darauf verzichte der Pflegedienst. Stattdessen lege man Wert auf Fachkräfte.

Eine enge Zusammenarbeit finde mit den Ahnataler Ärzten statt und auch in der Nachwuchsarbeit sei die Sozialstation aktiv, indem sie die Schülerausbildung der Deutschen Angestellten Akademie (DAA) Kassel fördere, erläutert Fornaçon. Als Lohn der Arbeit wurde die Sozialstation bereits zum dritten Mal in Folge vom Medizinischen Dienst der Krankenversicherung mit der Qualitätsnote 1,0 ausgezeichnet. Ermittelt wurde die Note durch eine Prüfung der Pflegequalität, durch Patientenbefragung und durch eine Analyse der Struktur und Dokumentation der Arbeit innerhalb der Sozialstation.

„Die Gemeinde ist froh über die Entwicklung der Sozialstation. Wir haben die Blickrichtung im letzten Jahr verstärkt auf die Werbung gelenkt, das hat sich gelohnt. Die Patienten sind zufrieden“, freute sich Bürgermeister Michael Aufenanger. Auch der Umzug in neue Räumlichkeiten im Alten Rathaus habe sich bewährt und ermögliche Besuchern nun leichter die Kontaktaufnahme.

„Die Gemeinde ist froh über die Entwicklung der Sozialstation. Wir haben die Blickrichtung im letzten Jahr verstärkt auf die Werbung gelenkt, das hat sich gelohnt. Die Patienten sind zufrieden.“

Die Struktur der Arbeit soll aufrechterhalten werden. Weitere Verbesserungen strebt Sigrid Fornaçon in der Behandlungspflege an. „Die Wundexpertinnen sind ein sehr guter Anfang, jetzt wollen wir die Qualität der Behandlungspflege mit unseren Mitarbeitern als Aushängeschild weiter ausbauen“, erklärte sie.

So könnten bei der Sozialstation schwarze Zahlen schon in naher Zukunft realisiert werden.

Von Tobias Kisling

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