Neben Kaufungen, Nieste und Lohfelden soll ab 1. Juli auch Söhrewald versorgt werden

Sozialstation wird wachsen

Michael Steisel

Söhrewald/Kaufungen. Der Zweckverband Sozialstation im Kasseler Osten soll zum 1. Juli wachsen. Neben den Menschen in Kaufungen, Lohfelden und Nieste werden dann auch die Einwohner von Söhrewald bei Bedarf pflegerisch versorgt.

Die bisher eigenständige Söhrewalder Pflegestation soll in dem Zweckverband aufgehen. Hintergrund sind wirtschaftliche Gründe, eine größere Station könne einfach kostengünstiger arbeiten, sagte Söhrewalds Bürgermeister Michael Steisel (SPD) der HNA.

„Das Personal wird übernommen“, so der Bürgermeister weiter. „Die Bürger von Söhrewald werden nach wie vor durch einen kommunalen Träger betreut.“ Man habe ein Eckpunktepapier mit den anderen Gemeinden abgestimmt. Die Gemeindegremien und die betroffenen Mitarbeiter seien informiert worden. Bisher seien keine Änderungswünsche eingegangen.

„Die Eckpunkte des Vertrags sind fertig“, bestätigt der kaufmännische Geschäftsführer des Zweckverbands, Jochem Wenigmann. „Die Wirtschaftlichkeit ist gegeben“, daher könne man die Übernahme jetzt auf den Weg bringen.

Im Februar soll nun der Vertrag formuliert werden, dann müssen die betroffenen Gemeindeparlamente und die Verbandsversammlung darüber entscheiden. Dies solle im März erledigt werden.

Kaufungen werde der zentrale Standort des Zweckverbands bleiben, in Wellerode werde man das bestehende Büro im Dorfgemeinschaftshaus erhalten, sagte Wenigmann.

Jahresetat 1,1 Mio. Euro

Der Zweckverband Sozialstation hat einen Jahresetat von 1,1 Millionen Euro. „Wir schreiben eine schwarze Null“, sagte Wenigmann. Die Mitgliedsgemeinden werden durch die ambulante Pflege finanziell also nicht belastet. Der Zweckverband Sozialstation betreut zurzeit knapp 160 Menschen und beschäftigt 38 Pflegekräfte. Durch die Aufnahme von Söhrewald kommen ab Juli 30 bis 40 weitere Kunden und mehrere Mitarbeiter hinzu. Der Stellenplan für die Söhrewalder Pflegestation umfasst derzeit 4,5 Stellen, sie verteilen sich auf acht Personen.

Archivfotos: Schachtschneider/nh; Schindler

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