Senioren-Projekt Neue Mitte: 5,1 Millionen Euro werden investiert – Baubeginn nächsten Mittwoch

Sozialzentrum kommt jetzt

In den Startlöchern: Werk-Hilfe-Geschäftsführer Heinz-Dieter Olbrich begutachtet noch einmal die Pläne. Foto: Sommerlade

Espenau. Die Planungen sind abgeschlossen, die Finanzierung steht und die ersten Bewerber gibt es ebenfalls schon - nach einer Planungszeit von zwei Jahren steht dem Bau des neuen Sozialzentrums Neue Mitte in Espenau nichts mehr im Wege.

Am Mittwoch, 11. Juli, um 14 Uhr ist die offizielle Grundsteinlegung der „Integrativen Wohnanlage für betreutes Pflegewohnen“, die von der Werk-Hilfe Calden auf dem 7000 Quadratmeter großen Gelände an der Goethestraße vor dem Kindergarten errichtet wird und bis zum August 2013 fertiggestellt sein soll.

Bei der vom Kasseler Architekturbüro KDL-Kramer, Debes Leininger + Partner entworfenen Anlage aus vier Gebäudekomplexen handelt es sich um eine Wohnanlage mit unterschiedlicher inhaltlicher Ausrichtung.

„Das Konzept der Anlage ruht auf drei Säulen“, erläutert Werk-Hilfe-Geschäftsführer Heinz-Dieter Olbrich. Während die erste Säule aus dem Bereich des betreuten Pflegewohnens mit insgesamt 20 behindertengerechten Wohnungen besteht, bilden zwei geplante Wohngemeinschaften den zweiten Baustein. Als dritten Pfeiler des Konzepts gibt es eine Anlauf- und Beratungsstelle mit Begegnungsstätte.

Entsprechend der jeweiligen inhaltlichen Ausrichtung wurden für die Finanzierung der 5,1 Millionen Euro teuren Anlage unterschiedliche Fördergelder bewilligt. So beteiligt sich das Hessische Wirtschaftsministerium mit 1,48 Millionen Euro. Weitere 1,9 Millionen Euro steuert die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) für energetische Maßnahmen hinzu. Die Gemeinde Espenau bezuschusst das Projekt mit 260 000 Euro. Fördergelder gibt es zudem vom Sozialministerium (250 000 Euro), der Stiftung Wohnhilfe (140 000 Euro) sowie der Stiftung Deutsches Hilfswerk (300 000 Euro).

Die verbleibenden Kosten in Höhe von rund 800 000 Euro müssen aus Eigenmitteln und Spenden bestritten werden. „Es gibt aber eine erfreulich hohe Spendenbereitschaft für unsere Einrichtung“, so Olbrich. In der Vergangenheit habe man Spenden von rund 100 000 Euro erhalten. „Das zeigt, dass wir mit unserem Konzept auf dem richtigen Weg sind und wir damit viele Menschen ansprechen.“ Möglichst viele Besucher wünscht sich Olbrich anlässlich der Grundsteinlegung. „Wir möchten nicht nur Investor sein, sondern auch mit den Espenauer Bürgern sowie Vereinen und Verbänden in regen Kontakt treten.“

Von Martina Sommerlade

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