Defizit sinkt: Bürgermeister stellt Espenauer Haushaltsentwurf vor

Espenau. Auf Sparkurs ist weiterhin die Gemeinde Espenau. So konnte Bürgermeister Michael Wielert (SPD) den Gemeindevertretern in ihrer Sitzung am Montagabend einen Haushaltsentwurf präsentieren, dessen Defizit 2013 voraussichtlich nur noch bei 190 000 Euro liegen wird.

Zum Vergleich: In diesem Jahr liegt der Fehlbedarf bei 284 000 Euro. Dies bei einem Ergebnishaushalt von rund sieben und einem Finanzhaushalt von einer Million Euro.

Grund für diesen Befund ist wie bei anderen Kommunen auch in Espenau die positive Entwicklung der Einkommenssteuer (2012: 1,93 Mio., 2013: 2,09 Mio. Euro) und der Zuweisungen des Landes Hessen (2012: 1,12 Mio., 2013: 1,2 Mio. Euro). Dagegen erhöht sich die Gewerbesteuer nur geringfügig von 385 000 auf dann 400 000 Euro im kommenden Jahr.

Ein wenig getrübt wird diese positive Entwicklung durch Mehrkosten für 2013 bei der Kreis- und Schulumlage, die die Kommunen anteilig an den Landkreis zahlen müssen. Sie klettert von knapp 1,4 Millionen auf nunmehr 2,26 Millionen Euro.

Platz für Investitionen

Trotzdem bleibt noch Platz für Investitionen. Das liegt auch daran, dass die Gemeinde durch die Ausweisung der zwei neuen Baugebiete in Mönchehof und Hohenkirchen mit zusammen 18 Bauplätzen Geld von dem erwarteten Erlös in neue Projekte stecken kann.

Veranschlagt sind für größere Maßnahmen im kommenden Jahr 210 000 Euro für die energetische Sanierung des Hauptgebäudes Bürgereck mit Restaurant, Wohnbereich und Kegelbahn, nachdem die angeschlossene Mehrzweckhalle schon hergerichtet worden ist. Dazu kommen 160 000 Euro für die Umrüstung der Straßenleuchten auf sparsameres LED-Licht und 100 000 Euro für die Sanierung des Abwassersystems im Oderweg. Für die neuen Lampen wird die Gemeinde ein zinsgünstiges Darlehen über 120 000 aufnehmen.

Zuschussmittel des Landes Hessen sind für die Anlage eines Rad- und Gehweges in der Hohenkirchener Straße - geplante Investition: 130 000 Euro - beantragt.

Erneuert wird für 150 000 Euro die kleine Espe-Brücke am Mönchehofer Bahnhof in Höhe des ehemaligen Seniorenheims, während schließlich noch 40 000 Euro in die Einrichtung einer Gruppe für die Betreuung der unter dreijährigen Kinder fließen.

Neue Stellen müssen für diese Betreuung nicht geschaffen werden. Die Personalkosten in Espenau klettern jedoch durch den Tarifabschluss um rund vier Prozent von rund 1,9 auf knapp zwei Millionen Euro.

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