Bürgermeister Wielerts letzter Etat: Espenauer segnen Haushalt mit großer Mehrheit ab

Der Sparkurs zeigt Erfolge

Espenau. Um den Haushaltsplan wird in der Gemeindevertretung oft mit harten Bandagen gekämpft, vor allem wenn die Kasse knapp ist. Nicht so in Espenau: Fast einstimmig ließ das Gremium vorgestern im Wickehof das Zahlenwerk mit einem Volumen von rund 7, 4 Millionen Euro passieren. Es ist ein Sparhaushalt, der trotz steigender Personalkosten die Haushaltslücke auf gut 152 000 Euro drückt.

Nahezu unverändert folgten die Gemeindevertreter den Vorgaben des im Juli scheidenden Bürgermeisters Michael Wielert (SPD), der sich hinterher für die konstruktiven Beratungen in den Ausschüssen bedankte. Am Maßstab der alten kameralistischen Haushaltsführung gemessen, könne man den Etat schon jetzt als ausgeglichen betrachten, sagte er.

Dickste Brocken im Etat sind die Erschließung des Baugebiets Lindenfeld (860 000 Euro) und die Sanierung der Goethestraße (100 000 Euro). In der Sitzung wurde deutliche, dass vor allem die Freien Wähler (FWG) 2014 gern noch weitere Projekte realisiert hätten. Dazu zählt die Befestigung eines Verbindungswegs zwischen dem neuen Seniorenheim an der Goethestraße zum Bahnhof Mönchehof. Dafür wollte die FWG schon dieses Jahr einen ersten Betrag von 10 000 Euro reservieren. Dieses Projekt wurde aber, wie andere auch, nur in das Investitionsprogramm aufgenommen. Ab 2015 soll es für den Wegebau deutlich mehr Geld (50 000 Euro) geben.

Für nächstes Jahr und 2016 soll außerdem der Ansatz für neue Spielgeräte auf jeweils 10 000 Euro verdoppelt werden. Manche Spielplätze würden wenig genutzt. Entweder sie würden modernisiert oder man müsse an Schließungen denken, sagte FWG-Fraktionschef Wilfried Reh. Unterstützung bekam er von CDU-Fraktionschef Gerrit Langhans. Am Hohenkirchener Neubaugebiet müsse ein Spielplatz aufpoliert werden, meinte er. Die CDU wies auch auf die noch fehlende Beleuchtung in einem Abschnitt der Hermann-Gmeiner-Straße hin, die nach Schätzungen 20 000 Euro kosten könnte. Angesichts solcher aufgeschobener Wünsche meinte Reh mit Blick auf den anstehenden Amtswechsel an der Verwaltungsspitze: „Dem neuen Bürgermeister wird viel aufgebürdet.“

Zusätzliches Geld gibt es - angeregt von der FWG - für die Anschaffung von vier Defibrillatoren (Kostenpunkt 6000 Euro). Diese Geräte, die bei plötzlichem Herzstillstand Leben retten können, sollen in den beiden Sporthallen, der Gemeindeverwaltung und dem Bürgereck angebracht werden. (pdi)

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