Kultur- und Sporteinrichtungen auf Prüfstand

Schauenburger Haushaltsloch wird kleiner, doch der Sparzwang bleibt

Kommt erneut auf den Prüfstand: Die Schauenburger Märchenwache in Breitenbach. Auch im Konsolidierungsprogramm 2013 ist die Kultureinrichtung aufgeführt. Geprüft wird, ob die Kommune als Betreiber der Wache abspringt. Archivfoto: Jünemann

Schauenburg. Höhere Einnahmen aus Steuern, ein Plus bei den Zuweisungen von Bund und Land sowie eigene Sparbemühungen – das sorgt in der Gemeinde Schauenburg für eine leichte Erholung bei den Finanzen.

Der Fehlbetrag im Etat sinkt gegenüber 2012 von 1,2 Millionen Euro auf ein Defizit von dann nur noch knapp 840 000 Euro. Bis 2018 soll der seit Jahren löchrige Haushalt wieder ausgeglichen sein.

Die Zahlen stellte Schauenburgs Bürgermeisterin Ursula Gimmler jetzt im Gemeindeparlament vor. Sie betonte aber auch, dass im kommenden Jahr weiter gespart werden muss. Parallel legte die Verwaltung dem Parlament zum Haushalt wieder ein Sparpapier vor. Enthalten sind darin weitere Ziele, die im Parlament allerdings noch mal zur Diskussion gestellt werden.

Zu folgenden Punkten soll der Gemeindevorstand laut früherer Beschlüsse der Gemeindevertretung Konzepte erarbeiten:

• Erhöhung der Benutzungsgebühren für die Dorfgemeinschaftshäuser,

• Verkauf des Dorfgemeinschaftshauses in Breitenbach,

• Schließung beziehungsweise Zusammenschluss der Gemeindebüchereien.

Mit Vereinen sollen weiter Verhandlungen geführt werden, damit diese bisher gemeindliche Einrichtungen übernehmen:

 • Übergabe der Märchenwache an die nutzenden Vereine und Verbände, • Übergabe des Hauses für Geschichte an die nutzenden Vereine und Verbände,

• Verkauf der Goldberghalle an die nutzenden Vereine und Verbände,

• Beteiligung der Vereine an den Betriebsaufwendungen.

Außerdem greifen 2013 Sparbeschlüsse, die das Parlament bereits gefasst hat:

• Die Erhöhung der Spielapparatesteuer bringt 81 000 Euro mehr in die Kasse.

• Im nächsten Jahr wird das Rathaus keinen Ausbildungsplatz anbieten, Einsparung: 17 000 Euro.

• Der Windpark auf dem Lindenberg soll 75 000 Euro durch Einnahmen aus Pacht und Gewerbesteuer bringen.

Die Erhöhung der Kindergartengebühren um 1,25 Euro pro Stunde sowie die Reduzierung der Öffnungszeiten bringen für 2013 allerdings keine Ergebnisverbesserung.

Die Verwaltungschefin zeigte sich mit der Entwicklung zufrieden. „Dies ist ein Ausdruck der angestrengten Sparbemühungen, die Konsolidierungsziele einzuhalten und setzt sich auch in den Planzahlen bis 2016 fort.“

Von Sven Kühling

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