Komiker-Duo Rosemie Warth und Arno Markgraf gastierte in Kaufungen

Beste Unterhaltung: Arno Markgraf und Rosemie Warth zogen mit ihrer Show das Publikum in ihren Bann. Foto:  Oppermann

Kaufungen. Wie gut tut es, ein Gespann wie Rosemie Warth und Herrn Fröhlich zu erleben: Komik mit Fantasie, aber ohne die üblichen Blattschüsse unter die Gürtellinie.

In einem gemeinsamen Programm sorgten die beiden Spaßmacher und Musiker für allerbeste Unterhaltung im Stiftshof in Kaufungen. 160 Besucher freuten sich über die originellen Ideen und Späße der beiden.

Zwei völlig unterschiedliche Bühnenfiguren trafen dabei aufeinander: Ein Sauerländer, liebenswert tollpatschig, zitiert gern selbst kreierte Gedichte und spielt am liebsten auf Instrumenten, die gar keine sind. Tetra-Paks werden zur Panflöte, eine Salatgurke zur Oboe, Schubkarrengriffe zu Trompeten und ein gedehnter Luftballonhals zur weinerlichen Klagemusik. Sie – Schwäbin – gibt den Typ quietschend überdrehtes Mauerblümchen mit Vorliebe für gewichtige Instrumente, klassischen Tanz und Flirtattacken auf Männer in der ersten Reihe. Beide sind ausgesprochen kreativ darin, Komik und Musik auf herrlich verrückte Weise zu verquicken.

Beispiel gefällig? „Das folgende Instrument gehört zur Gattung der Flöten“, informiert Rosemie Warth das Publikum, verschwindet kurz und schleift ein riesiges Alphorn auf die Bühne. Auf dem spielt sie zur Begleitung aus den Boxen fetzige Jazz-Bassläufe. Der Höhepunkt aber folgt erst. Als Prima Ballerina im weißen Balletkleid gibt sie den strauchelnden Schwan. Sonderlob für die Komikerin, wie sie als klassisch ausgebildete Tänzerin die Gradwanderung zwischen Können und Komik vollzieht. Die Haltung stimmt, die Mimik entgleist hinter dicken Brillengläsern.

Auch Herr Fröhlich, alias Arno Markgraf, begeisterte das Publikum. Bewegungstheater und Schauspiel hat er in Köln studiert. Beides nutzt er auf der Bühne für seine umwerfend komischen und kreativen Musikclownerien. Tischtennisbälle spuckt er auf Gitarrenseiten und fängt sie mit dem Mund wieder auf, präsentiert sich in einem Anzug, der von oben bis unten mit Gläsern beklebt ist, um per Geigenbogen darauf „Somewhere over the Rainbow“ zu spielen. Riesenapplaus.

Von Steve Kuberczyk-Stein

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