Modellbauer trafen sich in Ihringshausen und zeigten ihre besten Stücke

Stolz auf ihre Fliegerstaffel: Hubert Hillebrand (von links), Willy Pollmann und Axel Hausstätter von den Modellbaufreunden Borgenteich präsentieren ihre Militärflugzeuge auf der Ausstellung in Ihringshausen. Fotos: S.Dilling

Fuldatal. Gert Vlaanderen sitzt an seinem schmalen Arbeitstisch. Eine grelle Lampe erzeugt jenen kleinen Lichtkegel, den er braucht, um die winzigen Sitze in seinen Miniaturbus einzukleben.

Der Bastler verweist auf zwei größere Modelleisenbahnen, die er bereits fertiggestellt hat und nun, während der Modellbauausstellung in der Ihringshäuser Mehrzweckhalle, präsentiert. Der Deutsche Plastik-Modellbau-Verband hatte Vereine und Interessengemeinschaften eingeladen, ihre Schiffsflotten, Fliegerstaffeln und Kultautos in klein auszustellen.

Die größte Delegation stellt die IG Waterline, die sich dem Schiffsbau verschrieben hat. Kreuzfahrtschiffe, Schlachtschiffe, Flugzeugträger und Hilfsschiffe sind auf ihrem Tisch in Szene gesetzt.

Um die Ausstellungstische sitzt eine Gruppe von 16 Bastlern, von denen jeder einzelne einen maritimen Hintergrund hat. Zunächst ist da Roland Nienkirchen. „1981 bis 1982 bin ich auf dem Kreuzfahrtschiff Hamburg gefahren“, erzählt er stolz. Auch Olaf Liebeskind war aktiv in der Marine. Bis kurz vor der deutschen Wiedervereinigung sei er unter der Flagge der DDR auf dem Jagdschiff „Parchim“ unterwegs gewesen, erzählt Liebeskind, während er an seinem Laptop verschiedene Schiffsmodelle begutachtet. Heute haben sie nur mit Schiffen im Maßstab 1:700 zu tun.

Die Modellbaufreunde Borgenteich teilen eine andere Vorliebe. Sie präsentieren stolz ihre Miniatur-Fliegerstaffel. Besonders imposant ist eine Mig-29 Fulcrum, lackiert in Schwarz-Rot-Gold.

Aber woher kommt eigentlich die Begeisterung für das Hobby? „Es ist so ruhig, wenn man sich zurückzieht und bastelt. Man kann relaxen“, erklärt Volker Helms vom Deutschen Plastik-Modellbau-Verband.

Von Sebastian Dilling

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