Bericht über Beobachtung im Kaufunger Wald

Spaziergänger will Wolf gesehen haben

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Wolf

Nieste / Kaufungen. Nach der Entdeckung eines Wolfs durch einen Jäger im Kaufunger Wald will am Mittwoch auch ein Spaziergänger das Tier in dem ausgedehnten Gebiet gesehen haben. Das sagte Susanne Jokisch (Gießen), Wolfsbeauftragte des Landes Hessen, im Gespräch mit der HNA.

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Der Spaziergänger habe sich danach umgehend mit dem Landesbetrieb Hessenforst in Verbindung gesetzt. Man nehme den Hinweis auf das seltene Raubtier ernst, sagte die Diplom-Biologin. Sie wies allerdings auch darauf hin, dass sich nach Berichten wie dem in der HNA immer wieder Menschen meldeten, die einen Wolf gesehen haben wollen. Sie werde jetzt noch einmal ein intensives Gespräch mit dem Augenzeugen führen, um weitere Details zu erfahren. Auch mit dem Jäger, der das Tier vor wenigen Tagen in einem Waldstück mit Buchen entdeckt hatte, will die Wolfsbeauftragte noch einmal sprechen.

Wie berichtet, gibt es bislang keine Spuren des Wolfs wie beispielsweise Fußabdrücke oder Kot. Um Beobachtungen wie die des Jägers und des Spaziergängers einordnen zu können, hat Hessenforst einen Meldebogen entwickelt. Die Angaben könnten kein Nachweis sein, sie dienten aber dazu, die geschilderte Beobachtung einzuordnen, so Jokisch. Gefragt werden die Augenzeugen nach den Umständen der Beobachtung, ob es Spuren gab und wo der Wolf gesichtet wurde. Aufschluss darüber, ob es sich um einen Wolf oder etwa nur um einen streunenden Hund handelte, verspricht sich die Wolfsexpertin auch von Angaben zu Größe, Schwanzhaltung und Farbe. Zwar gingen „nicht massenhaft“ Meldebögen ein, doch werde das Instrument durchaus genutzt.

Info: Der Meldebogen kann im Internet unter www.hessenforst.de heruntergeladen werden.

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