SPD: Ergebnis ist enttäuschend

Ulrike Gottschalck

Kaufungen / Kassel. Kritisch haben sich die beiden SPD-Abgeordneten Ulrike Gottschalck (Bund) und Timon Gremmels (Land) über die am Donnerstag in Kaufungen begonnenen Gespräche zwischen der Landesregierung und den betroffenen Kommunen zur A 44-Planung im Lossetal geäußert.

„Die Veranstaltung war enttäuschend, die Sorgen der Region sind dem Minister offensichtlich egal und die Planer ziehen ihr Ding durch“, heißt es in einer gemeinsamen Mitteilung der beiden nordhessischen Politiker.

Die angereisten Fachleute hätten sich zwar sehr bemüht, aber der Umstand, dass weder Verkehrsminister Tarek Al-Wazir (Grüne) noch sein Staatssekretär anwesend waren, sei „ein Affront gegenüber der Region“.

Timon Gremmels

Der Vorschlag, Arbeitskreise für einzelne Themenfelder zu bilden, höre sich gut an, sie müssten „aber auch eine Verbindlichkeit haben“. Nicht akzeptabel ist für die Abgeordneten, „dass Hessen Mobil die Entscheidung des Kreistags, ein Teilstück der B 7 als Kreisstraße zu übernehmen, um Helsa und Kaufungen vor einem Verkehrschaos bei Sperrung der A 44 zu bewahren, lapidar mit der Begründung abbügelt, das habe man 2006 schon mal geprüft“.

In Bezug auf den von den Kommunen geforderten Erhalt der Anschlussstelle Kassel-Ost dränge sich der Eindruck auf, „dass Hessen Mobil sehr viel Zeit dafür aufgewendet habe, um aufzuzeigen, was alles dagegen spricht“.

Für den Erhalt der Anschlussstelle macht sich auch der Kasseler SPD-Landtagsabgeordnete Wolfgang Decker stark. Wie die Stadtverordnetenfraktion und die Stadtteilvertreter der SPD erwarte man „eine erneute ernsthafte Prüfung aller von Hessen Mobil aufgezeigten Varianten sowie die Prüfung weiterer denkbarer Alternativen“.

Die Kasseler Stadtteile Bettenhausen, Forstfeld und Waldau seien bereits heute stark mit Verkehr belastet. Der Wegfall von Kassel-Ost würde, so Decker, nicht nur den Verkehr an den Anschlussstellen Kassel-Mitte und Kassel-Nord verstärken, sondern auch auf der Dresdener Straße und auf etlichen anderen Straßen durch die Wohngebiete.

Von Holger Schindler

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