„Theater mit der Kirche“ feiert Premiere von Ladysitter-Stück in Leuschner-Schule

Spektakel um Haarschnitt

Bei der Probenarbeit: Emily Hähner (von links), Martha Schnur, Panja Pötter, Ria Rose, Frank Siebert (auf dem Boden sitzend), Renate Süß und Detlef Rother freuen sich auf die Premiere ihres neuen Stücks am Samstag, 3. November. Es wird insgesamt fünfmal aufgeführt. Fotos:  Wienecke

Niestetal/Kassel. 18 Jahre hat der 28-fache Bankräuber Archie Bogner (Detlef Rother) im Gefängnis gesessen. Da seine Frau Blanche (Martha Schnur) noch in der Kur weilt, besucht er nach seiner Entlassung erst einmal seinen Enkel Maximilian (Frank Siebert) und wird dort dessen temperamentvolle Nachbarinnen einfach nicht mehr los.

Archie und die Damenwelt

Mit der Verwechslungskomödie „Ladysitter“ feiert die Laienspielgruppe „Theater mit der Kirche“ am Samstag, 3. November, Premiere in der Aula der Wilhelm-Leuschner-Schule. Die Gruppe, die dienstags ab 19.30 Uhr im Gemeindehaus der evangelischen Kirche in Heiligenrode probt, besteht aus Darstellern aus Niestetal und Kassel.

Während Maximilian seinen Junggesellenabschied feiert, hat er für seinen Opa einen Haarschnitt organisiert. Statt der erwarteten Friseurin erscheinen jedoch zwei Nachbarinnen in der Wohnung. Betty (Panja Pötter) betrinkt sich, weil sie Max, der Maja (Emily Hähner) heiraten wird, liebt. Charlotte (Ria Rose) wird von Archie für die Friseurin gehalten, sie plant jedoch eine Behandlung der anderen Art.

„Wir müssen Ria für die Rolle der Seniorenbarbie älter schminken“, erläutert Renate Steinacker, die Regisseurin. Renate Süß verwechselt als Friseurin Linda, die schließlich doch noch auftaucht, nicht nur die farblose Schuhcreme mit dem Haarwachs. Sie lädt auch noch Leute von der Straße zu einer wilden Party ein. „Ich möchte doch lieber in meine Zelle zurück“, seufzt Archie schließlich.

Gunther Schütz spielt den Hausmeister Winfried, der mit dem undichten Doppelspindel-Eckventil in Maximilians Badezimmer kämpft. „Als Weihnachtsmann und als Gartenzwerg komme ich auch noch auf die Bühne“, verrät der 55-Jährige. „Ich habe bereits bei mehreren Theatergruppen mitgespielt und bin hier jetzt neu dabei“, sagt der Fahrlehrer aus Kassel-Wehlheiden.

Bei Texthängern hilft Irmtraud Eger weiter, sie ist auch für die Bühne zuständig. Carsten Blaukat kümmert sich um die Technik, Vera Werner erledigt die Verwaltung und Organisation hinter den Kulissen.

„Das Theater ist ein Teil unseres Lebens, der Menschen berühren, verzaubern und bewegen soll“, lautet das Motto der Gruppe. Der Reinerlös der Vorstellung am Sonntag, 4. November, 15 Uhr, geht wieder an das Hospiz Kassel.

Von Bettina Wienecke

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