Delegation der Ahnataler Sambiahilfe flog in den Süden des Kontinents

50 000 Euro für Schule in Afrika

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Begutachteten die Projekte: Eva-Luisa Gent (von links), Ingrid Piper, Ulrich Schlottmann, Renate Suchanek-Sievert, Karl-Ernst Gent und Peter Röhrig machten sich in Sambia ein Bild von den Arbeiten.

Ahnatal. Es waren beschwerliche 2500 Kilometer, die die Berlinerin Eva-Luisa Gent, der Leverkusener Peter Röhrig, die Kasseler Ingrid Piper, Renate Suchanek-Sievert und Karl-Ernst Gent sowie der Ahnataler Ulrich Schlottmann in einem alten Schulbus in Sambia zurücklegten.

Die Delegation des Ahnataler Hilfsverein Christliche Sambiahilfe war auf eigene Kosten in den afrikanischen Binnenstaat geflogen, um sich ein Bild über die Bauvorhaben zu machen, die mit Spendengeldern des Vereins finanziert werden.

So beschwerlich die Reisen teils auch waren, die Ergebnisse sorgten für Freude. Der Schlaftrakt für Mädchen in einer Internatsschule in Mwenzo konnte fertiggestellt werden und bietet 65 neuen Schülerinnen die Möglichkeit zur Bildung. Ebenfalls bezugsbereit ist ein Schlaftrakt für eine Schule in Kafue.

Ein Haus für zwei Lehrerfamilien in Nambala konnte nach einem Jahr Bauzeit ebenfalls eingeweiht werden. In Masuku hatte die Sambiahilfe einen Schlaftrakt für ein Jungeninternat erstellt. Da gut gewirtschaftet wurde, hatte der Verein noch Geld übrig und nutzte dieses, um ein Toiletten- und Duschgebäude zu bauen.

Masuku ist damit ein Aushängeschild der Sambiahilfe. Neben dem neuen Gebäude und dem Schlaftrakt wurde 2007 für eine Gesundheitsstation bereits ein Haus errichtet. In Mpika steht zudem ein mit 20 000 Euro gefördertes Bauprojekt vor der Fertigstellung.

Zwei neue Projekte möchte die Christliche Sambiahilfe verwirklichen: In Nambala soll ein Schlaftrakt für eine Schule entstehen. Mit 25 000 Euro fördert die Sambiahilfe das Projekt. Ebenfalls 25 000 Euro werden in den Bau eines Reihenhauses mit drei Wohnungen für das „UCZ-Jagaimo-Rural-Health-Care“ in Maheba gesteckt werden. Mit dem Geld soll das Gesundheitszentrum erweitert und Personal aufgestockt werden.

Maheba liegt in einer sehr ländlichen Region und ist schwierig zu erreichen. „Einfacher wäre es, in städtischen Bereichen zu helfen. Aber wir wissen, dass die Benachteiligung der Bevölkerung umso gravierender ist, je weiter sie von den großen Städten entfernt lebt“, erklärt Ulrich Schlottmann, Vorsitzender der Sambiahilfe. Seit dem Beginn der Vereinstätigkeit vor 14 Jahren habe man 375 000 Euro in die ländlichen Regionen von Sambia investiert.

Insgesamt ist der Ahnataler Verein dieses Jahr Verpflichtungen in Höhe von 50 000 Euro eingegangen. 15 000 Euro konnten bereits an Spenden gewonnen werden, nun wird auf weitere 35 000 Euro zur Finanzierung der Projekte gehofft.

Kontakt: Im Internet unter www.sambiahilfe.de oder bei Ulrich Schlottmann, Telefon 0 56 09/17 27, Spendenkonto: IBAN: DE02520604100000005789, BIC: GENODEF1EK1.

Von Tobias Kisling

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