Altherren des OSC Vellmar engagieren sich für verunglückten Jugend-Sportler

Spende hilft Dominik

Auch sozial engagiert: In Form eines prall gefüllten Fußballs übergibt Horst Reimschüssel, Vorsitzender der OSC Altherren-Abteilung (rechts vorn), die 4000 Euro-Spende an Huib Weerkamp, den Vater des verunglückten Vellmarer Sportlers. Mit dabei waren Berti Jakob (von links), Dirk Engels, Mirek Öhm, Rainer Rethemeier, Klaus Herold, Rudi Hochheimer, Uwe Raabe, Dieter Stern und Jürgen Helfenritter. Fotos: Brandau

Vellmar. „Es ist ein unglaublich schönes Gefühl und ich bekomme eine Gänsehaut bei soviel Anteilnahme und Hilfsbereitschaft“, erklärt Huib Weerkamp, Vater des im Sommer vergangenen Jahres verunglückten Dominik aus Vellmar.

Der damals 15-Jährige erlitt einen schweren Sportunfall und leidet seitdem an den Folgen seiner Verletzungen. Bei einem Benefizspiel gegen die Traditionsmannschaft von Bayer 04 Leverkusen sammelte die Altherren-Mannschaft des Obervellmarer Sportclubs (OSC Vellmar) im vergangenen Monat Geld für den verunglückten jungen Mann.

„Wir hatten damals gehofft, eine Spendensumme von etwa 2500 Euro erreichen zu können“, berichtet Horst Reimschüssel, Vorsitzender der Altherren-Fußball-Abteilung im OSC. Dass es dann 4000 Euro wurden, darüber freut sich der 57-Jährige ganz besonders.

Als der Unfall bekannt wurde, war für die Kicker schnell klar, dass hier Hilfe von Nöten ist. Über den Trainer der Vellmarer U 23-Mannschaft, Rainer Rethemeier, der in einem persönlichen Gespräch mit seinem Freund, der bei Bayer Leverkusen spielt, vom Schicksal des verunglückten Jungen aus Vellmar berichtete, kam der Kontakt zustande. Spontan sagte die Leverkusener Traditionsmannschaft ein Benefizspiel in Vellmar zu und trat am 18. Juni auf dem Sportplatz am Schwimmbad an.

„Für uns war es selbstverständlich, etwas für den verletzten Dominik zu tun.“

Horst Reimschüssel Vorsitzender OSC-Altherren

„Für uns war es selbstverständlich, etwas für den verletzten Dominik zu tun“, beschreibt Horst Reimschüssel die Aktion, die so erfolgreich war. Sehr erfreut sei er auch über die Gastmannschaft aus Leverkusen, die das Vorhaben in jeder Hinsicht unterstützt und sogar auf die sonst übliche Auflaufprämie verzichtet habe, meinte Reimschüssel.

Spendengelder kamen auch vom Hauptverein, von Sponsoren und sogar von anderen Vereinen, wie aus Melsungen und Schwalmstadt. „Eigentlich untypisch, da Dominik Weerkamp nicht Mitglied in deren Verein ist“, meint Dirk Engels, der sich seit Jahren für die Aktion „Fairer Sport unter Freunden“ engagiert. Eine Kampagne des Hessischen Fußballverbandes, die sich für Toleranz, Fairness und Menschen einsetzt, die zum Beispiel auch durch Sportunfälle abseits der Gesellschaft geraten sind.

Sehr glücklich über das Spendenergebnis zeigte sich Huib Weerkamp, der Vater des Verunglückten. Von dem Geld werde ein dringend benötigter Elektro-Stimulator angeschafft, kündigt er an. Dabei hat der ausgebildete Physiotherapeut gemeinsam mit seinem Vereinskamerad Helmut Rode selbst schon zwei Benefiz-Konzerte zugunsten eines südhessischen Turners gegeben, der durch einen Sportunfall querschnittsgelähmt ist. „Ich hätte nie gedacht, dass es auch meine eigene Familie einmal treffen könnte“, bestätigt Huib Weerkamp und freut sich über die gute Gemeinschaft und die Unterstützung, die den OSC Vellmar auszeichne.

Von Werner Brandau

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