Hainbuche vor Kirche muss gefällt werden - 1200 Euro für Neupflanzung nötig

Spenden für neuen Baum

Völlig morsch: Ute und Thomas Dilger vor der völlig morschen und verfaulten Hainbuche. Schweren Herzens hat sich das Pfarrerehepaar zum Fällen des prominenten Baums entschieden. Foto: Sommerlade

Ahnatal. Bei zahlreichen Hochzeiten, Taufen oder Konfirmationen war der markante Baum vor der Kirche in Weimar ein beliebtes Fotomotiv. In den nächsten Wochen soll der Hausbaum der Kirche ersetzt werden. Der Grund:

Die Hainbuche zwischen Rathaus und Kirche zeigt so schwere Schäden, dass sich der Kirchenvorstand in seiner jüngsten Sitzung entschieden hat, den mittlerweile morschen und innerlich verfaulten Baum zu fällen.

„Die Entscheidung ist uns nicht leicht gefallen“, versichert Pfarrerin Ute Dilger. „Sie erfolgte allerdings aus Vernunftgründen. Hier muss der Verstand über das Herz siegen.“ Zu groß sei schließlich die Gefahr, dass bei stürmischen Witterungen Passanten oder parkende Autos von dem herabfallenden Holz des Baumes getroffen werden.

„Die Hainbuche droht, in absehbarer Zeit auseinanderzubrechen“, ergänzt Thomas Dilger. Um dieses zu verhindern, müsste sie mit Seilen gesichert werden. Eine Sanierung des Baumes mache wenig Sinn: „Der Stamm ist von innen geschädigt. Es können keine gesunden Äste nachwachsen. Eine Neupflanzung ist sehr viel nachhaltiger.“

Wie es zu den Schäden am prominenten Baum kommen konnte? Das Pfarrer-Ehepaar vermutet die Ursache in der in den 90er-Jahren erfolgten Umgestaltung des Rathausvorplatzes. „Damals wurden fast zwei Meter Erde direkt am Stamm der Hainbuche aufgeschüttet. Zunächst sah es so aus, dass sich der Baum nach einem Rückschnitt gut entwickeln würde. Inzwischen sind die Schäden aber unübersehbar.“

Keinen Zweifel lassen die Dilgers daran, dass nach der Fällung des maroden Baums am selben Standort ein neuer Baum gepflanzt werden soll. „Das ist ein Ort, an dem ein Baum stehen muss“, so Thomas Dilger. Gemeinsam mit dem Kirchenvorstand habe man dabei an eine Buche oder Eiche gedacht. „Beide bilden schöne Kronen und wachsen langsam, so dass wir lange etwas von dem Baum haben werden.“

Die geschädigte Hainbuche soll weitgehend in Eigenleistung entfernt werden. Für die Pflanzung des neuen Baums werden dringend Spendengelder benötigt. Die Kosten für die Gesamtmaßnahme belaufen sich auf rund 2000 Euro. „Eine etwa sieben Meter hohe Eiche kostet 1200 Euro, hinzu kämen Kosten für Entsorgung, Ausfräsung des Wurzelwerks sowie die Neupflanzung“, erklärt Dilger.

„Wir hoffen daher sehr auf die Unterstützung aus der Gemeinde, damit wir einen ansehnlichen neuen Baum pflanzen können.“

Spendenkonto: Raiffeisenbank Calden, BLZ 520 652 20, Konto 201 826 670, Stichwort „Baum“.

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