13 000 Euro hat die Kirchengemeinde Weimar bereits für neue Glocken gesammelt

Die Spenden verbinden

Auf dem Deckengewölbe: Pfarrer Thomas Dilger (von links) erläutert den Besuchern Rüdiger Reedwisch, Hartmuth Kriegisch, Steffen Riedl, Bärbel Söder und Samantha die Konstruktion des Deckengewölbes der Kirche. Foto: Kisling

Ahnatal. „Die Spendenaktion für unsere Kirchenglocken verbindet die Gemeinde“, meint Weimars Pfarrer Thomas Dilger. Seitdem sich die Kirchengemeinde im Januar das erste Mal mit einem Gemeindebrief an die Kirchenmitglieder wandte und um Spenden warb, hat sich einiges getan. Rund 13 000 Euro sind mittlerweile auf dem Spendenkonto eingegangen.

Dabei handelt es sich nicht nur Einzelspender, sondern auch um Vereine und Verbände als finanzielle Unterstützer. So sammelte der Ahnataler CDU-Ortsverband in seinen Reihen und überreichte dem Vorsitzenden des Förderkreises der Kirche Weimar, Thomas Raffler, und Pfarrer Dilger eine Spende in Höhe von 450 Euro.

Den Christdemokraten präsentierte Pfarrer Thomas Dilger die begehbare Oberseite des Deckengewölbes der Kirche und informierte über den Zustand der Glocken. Auch eine Hörprobe der Glocken bekamen die Besucher präsentiert. „Der Klang war nie wirklich befriedigend“, meint Pfarrer Dilger. Umso mehr freue man sich auf die neuen Glocken.

Vier neue kupferne Kirchenglocken sollen im Kirchturm angebracht werden. Die Glockengröße wird dabei nicht verändert, sodass kein neues statisches Gutachten für den Turm erstellt werden muss.

Die derzeitigen Stahlglocken sind neben ihrem unsauberen Klang auch von Rost befallen und es ist unsicher, wie viele Jahre sie noch intakt bleiben. Daher entschloss sich die Kirchengemeinde, frühzeitig mit dem Spendensammeln zu beginnen.

Überlegungen, ob man sich bei 20 000 Euro an eingaganegen Spenden bereits das Material kauft, wurden vorerst verworfen. „Wir haben in unseren Berechnungen auch den steigenden Kupferpreis mit einkalkuliert“, erklärt Thomas Raffler. Somit müsse man keine Risiken eingehen.

Derzeit geht die Kirchengemeinde davon aus, dass die Kosten für das Projekt 92 000 Euro betragen. „Unser Traum ist es, die Kirchenglocken bis zum Reformationsjubiläum 2017 finanzieren zu können“, zeigt sich Dilger zuversichtlich.

Von Tobias Kisling

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