Kirchen-Förderkreis Hohenkirchen hat bereits 55 000 Euro eingenommen – Baustellenfest und Markt geplant

Spendensammler halten Kurs

Wulf-Horst Stamm

Espenau. Wie es jetzt ausschaut, können die Espenauer wie geplant übernächstes Jahr wieder Konfirmation in ihrer über 800 Jahre alten Kirche feiern: Die Sanierungsarbeiten liegen im Plan. Die Spendenkampagnen des Förderkreises der Kirchengemeinde für das rund eine Million teure Projekt liegen auf Kurs. Derzeit läuft die zweite Spendenbriefaktion.

Bisher habe man rund 55 000 Euro mit Veranstaltungen, Mitgliedsbeiträgen und Spendenbriefen eingenommen, sagte Pfarrer Holger Hermann während der Jahreshauptversammlung des Förderkreises. „Das ist sehr erfreulich“, erklärte Hermann. Hinzu kämen mehr als 25 000 Euro, die die Mitglieder durch Eigenleistung beim Entkernen der Dachkonstruktion der Kirche erbracht haben, berichteten Karl-Heinz Kurzenknabe und Wulf-Horst Stamm, Sprecher des über 40 Mitglieder zählenden Förderkreises. Sie wurden einstimmig für weitere drei Jahre wiedergewählt.

Seit Mai laufen die von der Landeskirche weitgehend vorfinanzierten Arbeiten auf Hochtouren. Der Dachstuhl wurde von einer Dachdeckerfirma erneuert. Die uralten Balken waren zum größten Teil morsch. Ein Teil der Kirchenfassade wurde neu ausgefugt.

Die Entkernungsarbeiten hat eine Schar von 34 Freiwilligen aus der Kirchengemeinde erledigt. „Wir haben über 20 Tonnen Lehm herausgeholt“, berichtete Wulf-Horst Stamm. Das neue Dämmmaterial für die Decke haben ebenfalls Ehrenamtliche eingebracht. Die Gemeindemitglieder wollen mindestens 40 000 Euro Eigenleistung erbringen. Insgesamt liegt die Messlatte für Spendensammler und ehrenamtliche Helfer am Bau bei 150 000 Euro. Darin sind auch die Kosten für den 60 000 Euro teuren Aufzug enthalten, der zum ersten Mal einen barrierefreien Zugang in das Gotteshaus mit Behindertenparkplatz ermöglichen soll.

Momentan ruht die Baustelle. Die Ausschreibung für den zweiten Bauabschnitt werde erst im Februar erfolgen, berichtete Hermann. Dieses Jahr seien keine günstigen Preise mehr zu bekommen.

Demnächst steht das Anheben des Bodens der Empore auf ihrem Plan: Der Raum darunter soll als „Winterkirche“ genutzt werden und eine größere lichte Höhe erhalten. Freiwillige stehen auch bereit, wenn es darum geht, nächstes Jahr Durchbrüche in der Kirchenwand für die Aufzugszugänge zu schaffen. Man werde auch prüfen, ob Freiwillige unter fachlicher Anleitung bei den Malerarbeiten helfen können, sagte Kurzenknabe.

Die Förderkreissprecher plädierten dafür, mit einer Reihe von Aktionen die Spendenbereitschaft im Dorf hoch zu halten. „Wir müssen den Rückenwind nutzen“, sagte Kurzenknabe. „Die Stimmung darf nicht kippen“, erklärte Stamm. Es gebe immer noch Zweifler, die fragten, ob die Sanierung so aufwendig sein müsse. Im Gespräch für nächstes Jahr sind unter anderem ein Baustellengottesdienst, ein Baustellenfest und ein regionaler Markttag. Auch die Mitgliederwerbung soll verstärkt werden. Fotos: Dilling

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