Grundschule Obervellmar erhielt Geräte, um Kinder durch Bewegung zu fördern

Spiel und Sport zur Pause

Die Klasse 4c freut sich über eine bunte Vielfalt an neuen Sport- und Spielgeräten: Marcel (1. Reihe von links), Florian, Tobias, Paula, Mika, Christina Kaiser und Luisa; Celina (2. Reihe von links), Anna-Maria, Tatjana, Malika und Larissa. Foto: Kothe

Vellmar. Alles in Balance? In der Grundschule Obervellmar tut man einiges dafür. Die „Bewegte Pause“ wird dort seit vielen Jahren genutzt, um den rund 240 Schülern in den Pausen mehr Bewegung und Ausgleich zu bieten.

In den vergangenen Monaten konnten mit Unterstützung der Aktion Kinder für Nordhessen neue Sport- und Spielgeräte angeschafft werden.

Hula-Hoop-Reifen, Balancepfad, Slackline, Sommerskier, Halbkugelstelzen, Wurfspiele, Tücher und Bälle bereichern nun die Pausengestaltung. „Es sind Spielgeräte, die speziell Balance erfordern“, sagt Schulleiterin Christina Kaiser. Sie ermöglichen nicht nur gezielt den Gleichgewichtssinn zu fördern, sondern auch die Koordinationsfähigkeit und die Feinmotorik. Zugleich sorgen sie in den Pausen für einen Ausgleich zum konzentrierten Arbeiten im Unterricht. „Kinder können sich austoben, entspannen und abschalten“, sagt Kaiser. Zudem fördere das gemeinsame Spielen die sozial-kommunikativen Kompetenzen.

Die neuen Sport- und Spielgeräte vergrößern einen Grundstock, der bereits vor fünf Jahren angeschafft wurde. Auch damals wurde die „Bewegte Pause“ von der Aktion Kinder für Nordhessen gefördert. „Ohne diese Unterstützung wäre es uns nicht möglich, unseren Schülern ein so großes Angebot zu machen“, sagt Kaiser.

Die Sport- und Spielgeräte können in jeder großen Pause ausgeliehen werden. Die Schüler der vierten Klassen kümmern sich in Eigenregie um die Ausleihe. „Jeder hat eine Ausleihkarte“, sagt Kaiser. Das Angebot werde sehr gut und mit viel Begeisterung genutzt. Darüber hinaus stehen die Geräte auch für den Sportunterricht zur Verfügung.

Sport und Bewegung haben seit langem einen hohen Stellenwert an der Schule. Das Angebot für die derzeit zwölf Grundschulklassen ist umfassend: „Angefangen von drei Sportstunden in der Woche über einen Schülerlauf bis hin zum Marathon“, berichtet Kaiser. Derzeit bemüht sich die Schule um das Teilzertifikat „Bewegung & Wahrnehmung“ des Hessischen Kultusministeriums. Dafür muss sie eine Vielzahl an Kriterien erfüllen. Unter anderem muss ein Förderkonzept Bewegung vorliegen.

Bewegte Pause

Die „Bewegte Pause“ ist nur ein Bestandteil des Konzeptes. „Unser Ziel ist, einem reinen Sitzunterricht entgegenzuwirken und mehr Bewegung in unsere Lernräume zu bringen“, erklärt Kaiser. Bewegung werde in den Lernprozess integriert, zum Beispiel beim Lernen an Stationen oder bei der Gruppenarbeit. Bewegung finde in vielen Fächern statt: im Musikunterricht durch Tanz, im Religionsunterricht durch Wahrnehmungsübungen, im Englischunterricht durch Bewegungslieder, im Deutschunterricht durch Laufdiktate. Zudem gibt es gezielte Bewegungspausen im Unterricht. „Sie haben einen festen Stellenwert bei uns“, sagt Kaiser.

Von Helga Kristina Kothe

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