Kinder für Nordhessen: An Friedrich-Ebert-Schule gehören Waldtage zum Unterricht

Spielend Natur entdecken

Spielspaß in der Natur: Edanur (vorn, von links), Angelina und Emilia sowie (hinten, sitzend von links) Maximilian, Alex, Alex, Emir, Christoph und Armin genießen die Ausflüge in den Wald. Das Programm bereiten die Lehrer Bernd Frohnert und Julia Müller vor. Foto: De Filippo

Baunatal. Vom Schulhof bis zum Wald sind es nur wenige hundert Meter. Und weil das so praktisch ist, gehören Ausflüge in die Natur an der Baunataler Friedrich-Ebert-Schule seit einem Jahr zum Ganztagsangebot. Jeden Mittwoch finden Waldtage statt, zudem gibt es eine Natur-aktiv-AG, bei der die Kinder spielerisch die Natur erkunden. Finanziell unterstützt wurde das Konzept von der Aktion Kinder für Nordhessen, einer Spendeninitiative, die die HNA ins Leben gerufen hat.

Vor wenigen Tagen gab es deshalb ein Erinnerungsschild. Zudem wurde die Schule vom hessischen Umweltministerium als „Umweltschule“ ausgezeichnet. „Uns geht es nicht um reine Wissensvermittlung, sondern um Sinneswahrnehmungen“, sagt Lehrerin Elke Fischer. Denn der Unterricht in der Natur schule Tast- und Hörsinn, Motorik und Geruchssinn der Kinder.

„Außerdem wollen wir den Schülern die Natur so nahe bringen, dass sie zu einem festen Bestandteil in ihrem Leben wird“, erklärt Schulleiter Helmut Ellenberg. Denn manche Kinder seien zuvor noch nie am Baunsberg gewesen, obwohl sich dieser praktisch direkt vor ihrer Haustür befinde.

Wo der Baunsberg ist und wie es sich anfühlt, über weichen Waldboden zu laufen, wissen inzwischen alle Schüler der Friedrich-Ebert-Schule. Bei den Waldnachmittagen, die in Zusammenarbeit mit dem Hort Flic Flac bei jedem Wetter stattfinden, haben sie in den vergangenen Monaten Obstbäume gepflanzt, Blätter bestimmt und mit Naturmaterialien gebastelt.

Seit diesem Schuljahr gibt es außerdem einen gemeinsamen Wald-Vormittag von Baunsbergschule und Friedrich-Ebert-Schule.

Damit das Konzept funktioniert, musste die Schule einiges anschaffen: spezielle Sitzkissen, eine Seilausrüstung, Slacklines und ein Segel, das als Regenschutz zwischen Bäume gespannt werden kann. Die Ausrüstung kann jeder Lehrer der Schule bei Bedarf für seinen eigenen Unterricht nutzen. So bleiben die Ausflüge in den Wald nicht nur den Ganztagsschülern vorbehalten. Das waldpädagogische Angebot soll weiter ausgebaut werden, wie Helmut Ellenberg erläutert. Unter anderem sollen in Zusammenarbeit mit Hessen-Forst Plätze im Wald entstehen, die für Unterricht in der Natur genutzt werden können - mit fest installierten Baumstämmen als Sitzgelegenheiten.

Von Pamela De Filippo

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.