Spielplatz der Kita Tanzplatz in Fuldatal nach Bauarbeiten unbrauchbar

Verärgert über den Müll der Bauarbeiten: Natalie Hufnagl (rechts) und Sandra Dietrich zeigen einen Teil der Gesteinsbrocken, die seit Februar in der Matschanlage der Kindertagesstätte liegen. Fotos: Seidenfaden

Fuldatal. Der Frust bei den Eltern in der Kindertagesstätte Tanzplatz in Fuldatal ist groß. Nicht weil seit vier Wochen auch dort gestreikt wird. Sondern weil seit dem Anbau eines Containers für die fünfte Kindergartengruppe im Februar ein Teil der Außenfläche unbrauchbar ist.

Denn nach dem Ende der Bauarbeiten wurde ein Teil des Bauschutts einfach auf dem Gelände zurückgelassen. „Wir sind seit dem letzten Jahr ein Bewegungskindergarten. Dass wir jetzt aber 20 Prozent der Fläche nicht nutzen können, widerspricht dem völlig“, ärgert sich Natalie Hufnagl, Elternbeirätin und zweite Vorsitzende des Fördervereins.

Bei ihr und auch bei den anderen Eltern sei der Frust mittlerweile sehr groß, denn schon mehrmals habe man bei der Gemeinde moniert, dass die Spielfläche unbrauchbar geworden sei. Vor allem aber auch zur Gefahr für die Kleinen. Neben großen Betonbrocken ist ein Teil der Fläche nun auch von Schotter bedeckt. „Die Kinder könnten auf spitze Steine stürzen oder die Steine zum Werfen benutzen und sich verletzen“, fürchtet Natalie Hufnagl.

Zudem wurde die 2012 errichtete Matschanlage als Müllgrube benutzt, in der gleich mehrere große Steine abgelagert wurden. „Es ist total frech, dass der Tümpel zugeschüttet wurde. Damit wird die ganze ehrenamtliche Elternarbeit zunichtegemacht“, erklärt Sandra Dietrich, Erste Vorsitzende des Fördervereins und ebenfalls Elternbeirätin. Es sei blanker Hohn, dass die Spielgeräte TUV-geprüft sein müssten und es dann auf „dem Rest des Geländes so aussieht“.

Vor allem ärgere man sich aber auch darüber, dass in der Zeit des Streiks noch nichts von der Gemeinde unternommen wurde. „In dem Zeitraum wäre das doch super gegangen“, meint Sandra Dietrich.

Bei der Gemeindeverwaltung verspricht man derweil Besserung. „Wir werden das Problem noch heute unmittelbar angehen“, erklärte Armin Reiting von der Bauverwaltung gestern auf Anfrage der HNA. Entweder werde man die gefährlichen Stellen bis zum Streikende beseitigen oder mit einem Bauzaun absperren. Dieser sei auch schon mal da gewesen, aber irrtümlich wieder entfernt worden. Spätestens Ende nächster Woche sollen die letzten Arbeiten aber auch wieder aufgenommen werden.

Die Verzögerung war auch eingetreten, weil die Gemeinde den eigentlichen Bauauftrag erweitert habe und dafür erst die Gelder im Haushalt bereitgestellt werden mussten. „Eigentlich sollte das ursprünglich aufgetragene Pflaster verwendet werden, jetzt pflastern wir aber eine größere Fläche“, so Reiting, der versprach, dass auch die Matschanlage wieder in Ordnung gebracht wird. Den Vorwurf, dass man vier Monate dafür gebraucht habe, lässt er auch gelten. „Im Endeffekt hat das alles zu lange gedauert“, gesteht Reiting.

Von Max Seidenfaden

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