Offensive Schauenburg scheiterte mit Forderung nach höherer Automatensteuer

Mit Spielsucht keine Geschäfte

Hier geht es bald zu den Daddelautomaten: Im Elgershäuser Gewerbegebiet wird eine Spielhalle eröffnet. Archivfoto: Kühling

Schauenburg. Die Offensive Schauenburg ist mit ihrer Forderung nach einer höheren Steuer auf Spielautomaten in der Gemeindevertretung gescheitert.

Nur die Grünen unterstützten diesen Antrag. Hintergrund ist der von der Offensive abgelehnte Bau einer Spielhalle im Elgershäuser Gewerbegebiet. Diese wird wahrscheinlich nächstes Jahr ihre Türen öffnen.

„Mit dem Unglück anderer Menschen, nämlich der Spielsucht, soll man keine Geschäfte machen“, sagte das Fraktionsmitglied Frank Hofmann. Wenn man schon aufgrund der Gesetzeslage die Spielhalle nicht verhindern könne, dann solle der Betreiber wenigstens ordentlich zahlen. Nach den Vorstellungen der Offensive sollte die Apparatesteuer auf einen Maximalbetrag von 185 Euro (bisher 125 Euro) erhöht werden.

Die Gemeinde erhoffe sich Einnahmen von etwa 40 000 Euro aus dieser Steuerart, sagte Hofmann weiter. Er habe Zweifel, ob diese Annahme realistisch sei.

Günter Hengge von der Freien Wählergemeinschaft (FWG) meinte, eine Steuererhöhung tauge nicht zur Bekämpfung der Spielsucht. Die jungen Leute spielten dann eben woanders. (pdi)

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