Mitarbeiter des Vellmarer Bauhofes kehren jetzt mit Hochdruck Straßen und Wege

Der Splitt muss wieder weg

Schon früh am Morgen unterwegs: Bauhofmitarbeiter Michael Brede entfernt mit einer der beiden städtischen Kehrmaschinen im Vellmarer Stadtgebiet den Split von den Fahrbahnen. Fotos: Brandau

Vellmar. Durch die kräftigen Schneefälle der letzten Wochen hatten die Mitarbeiter des städtischen Bauhofes alle Hände voll zu tun. Alle Streu- und Räumfahrzeuge waren im Einsatz und jede Menge Überstunden fielen an. Inzwischen sind Straßen und Gehwege wegen der gestiegenen Temperaturen wieder schnee- und eisfrei. Geblieben sind die Reste des Silvesterfeuerwerkes und große Mengen Split, die zur Sicherheit von Fußgängern und Autofahrern gestreut wurden.

„Unser Hauptproblem der letzten Wochen war, dass wir keine Streusalz-Nachlieferungen mehr bekamen“, sagt Günter Pleyer, Leiter des städtischen Bauhofes in Vellmar. Um der Winterdienstpflicht nachzukommen, musste vermehrt Split gestreut werden. Das seien im gesamten Stadtgebiet rund 100 Tonnen gewesen. Wenn allerdings kein Eis und Schnee mehr vorhanden sei, stelle der Split eine potenzielle Unfallgefahr dar. Fahrzeuge könnten beim Bremsen ins Rutschen kommen.

So ist es jetzt die Aufgabe des Bauhofes, den Split so schnell wie möglich wieder zu entfernen. Das geschehe mit Kehrmaschinen, die seit Beginn der Woche im Einsatz seien, bestätigt der Bauhofchef. Rund zwei Wochen dauert es, bis die beiden Kehrmaschinen turnusmäßig durch alle Straßen gefahren seien. Gekehrt werden kann allerdings nur dort, wo keine Schneereste mehr liegen.

Neben der Problematik des Rollsplits kam noch ein weiterer Aspekt hinzu, der es nötig machte, zügig mit dem Kehren zu beginnen. „In vielen Straßen liegen noch Reste des Silvesterfeuerwerks, die eigentlich von den Verursachern weggeräumt werden müssten. Neben Plastik- und Holzteilen liegen Kartons und Flaschen an den Straßenrändern. „Das schafft die Kehrmaschine nicht und stellt für uns einen erhöhten Arbeitsaufwand dar, denn der Fahrer muss aussteigen und die Teile per Hand einsammeln“, beschreibt der 57-Jährige die zusätzliche Arbeit.

Manchmal sei die Verschmutzung so groß, dass sogar ein zweiter Durchgang erforderlich sei. Auch wegen des großen Gewichtes des aufgenommenen Splits müssten die Fahrzeuge öfter zum Bauhof fahren, um sich ihrer Ladung zu entledigen. Auf den Gehwegen, die der Streupflicht der Anwohner unterliegen, kehren die städtischen Mitarbeiter nicht. Hier müssen Anlieger selbst den Besen in die Hand nehmen.

Ein Umrüsten der Winterfahrzeuge zu Kehrmaschinen ist in Vellmar nicht nötig, da die drei Räum- und Streufahrzeuge ausschließlich für diese Zwecke eingesetzt werden. „Derzeit werden diese gesäubert und gepflegt, denn der nächste Wintereinbruch kommt bestimmt“, sagt Günter Pleyer und hofft, dass bis dahin eine größere Menge Streusalz geliefert wurde.

Von Werner Brandau

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.