40 Jahre Ahnatal: Zentrale Stätten für Aktive – Kammerberg als Wohnort attraktiv

Sport treiben in der Mitte

Vorzeigeprojekt: Das Sport- und Freizeitgelände an der Rasenallee. Fotos: Brosche

Ahnatal. Ein Sportzentrum im Herzen der Gemeinde – diesen Wunsch hegten die Parlamentarier nach dem Zusammenschluss von Weimar und Heckershausen. 40 Jahre nach der Gründung Ahnatals ist der Wunsch Realität geworden.

Sportplatz, Kampfbahn, Wurfanlage, Sporthalle, Fitnesscenter, Tennisplätze und die modernste BMX-Arena Deutschlands – an der Rasenallee, die die beiden Ortsteile voneinander trennt, hat sich ein Leistungszentrum entwickelt, das nur wenige Sportlerwünsche offen lässt.

Bereits ein Jahr nach dem Zusammenschluss entstand eine professionelle Flutlichtanlage. 1978 wurde das Sport- und Freizeitzentrum geplant und fünf Jahre später konnte die Großsporthalle eingeweiht werden. Mit der Eröffnung des Deltha-Fitness-Clubs im Jahr 2002 hat sich ein Anlaufpunkt für Sportbegeisterte aus dem gesamten Kreis gebildet. Dank der im Juni eingeweihten BMX-Anlage, die der RSC Weimar-Ahnatal fast komplett in Eigenleistung baute, macht sich Ahnatal sogar international einen Namen.

Auch abseits des Sports veränderte sich die Gemeinde in den zurückliegenden 40 Jahren. Direkt angrenzend an das Sportzentrum wurde 2011 das zentrale Feuerwehrhaus eingeweiht. 3,4 Millionen Euro ließ sich die Gemeinde das Projekt mit vorbildlichem Sicherheitsstandard kosten.

Fünfmal wurde das 1970 errichtete Heckershäuser Gemeindezentrum saniert. Noch länger ist die Geschichte des Ahnataler Rathauses. Das Gebäude an der Wilhelmsthaler Straße wurde 1978 zum Verwaltungsgebäude umgebaut, nachdem es zuvor die Kirchschule, Wohnungen und ein Jugendzentrum beherbergte.

1986 zog die Verwaltung vom kleinen alten Rathaus in das heutige Rathaus, in dem 2008 ein Bürgerbüro errichtet wurde. Einzig das Amt für Kultur, Jugend und Senioren und der gemeindliche Pflegedienst verweilten im alten Rathaus.

Sorge bereitete vor einigen Jahren die Entwicklung des Ortsteils Heckershausen, der für Gewerbetreibende zunehmend unattraktiv schien. Nachdem der Edeka-Markt seinen Getränkemarkt schloss, gab es Befürchtungen, dass Versorgungslücken entstehen könnten.

„Weimar und Heckershausen können nicht die gleichen Räumlichkeiten für Geschäfte zur Verfügung stellen. Der vorhandene Platz wird dafür in beiden Ortsteilen gut genutzt“, meint Bürgermeister Michael Aufenanger. Bezeichnend: Als das Spielwarengeschäft Kunterbunt geschlossen wurde, dauerte es nicht lange, bis die Geschäftsräume an der Hauptstraße wieder vermietet waren.

Am Kammerberg, der nach dem Zusammenschluss der Gemeinde als Siedlungsgebiet errichtet wurde, ist die Versorgung dagegen nicht ausreichend gewährleistet. Für die Anwohner ist dies anscheinend kein Problem. Wohnungen und Eigentumsflächen seien begehrt und ließen sich gut vermarkten, heißt es seitens der Gemeinde. (ptk)

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