Vabia Freestyle will Jugendlichen soziale Kompetenz vermitteln– Landkreis unterstützte Projekt

Sport treiben und Respekt lernen

Ring frei: Über das Medium Sport erlernen die Jugendlichen bei Vabia Freestyle soziale Kompetenzen, wie hier beim Boxen mit Trainer Alex Mezker. Landrat Uwe Schmidt, Projektleiter Dirk Steiger und Pfarrer Gerd Bechtel, Geschäftsführer des Diakonischen Werkes Kassel (von links), bleiben lieber außer Reichweite. Foto: Schilling

Vellmar. Wenn die Jungs im Vabia Freestyle Camp mit Trainer Alex Mezker in den Ring steigen, dann steht für sie der Sport im Vordergrund. Doch sie lernen nicht nur, wie man boxt. Durch das Training eignen sie sich auch soziale Kompetenzen wie Disziplin und Wertschätzung im Umgang miteinander an.

„Hier werden ganz besondere Jugendliche angesprochen, die sonst vielleicht nur schwer Zugang zu Vereinen finden.“

Landrat Uwe Schmidt

Sport- und Respekttraining für herausfordernde Jugendliche – diese Aufgabe hat sich Vabia Freestyle laut Projektleiter Dirk Steiger auf die Fahnen geschrieben. Finanzielle Unterstützung für die Arbeit gab es jetzt vom Landkreis, der das Projekt mit 1250 Euro förderte.

„Hier werden ganz besondere Jugendliche angesprochen, die sonst vielleicht nur schwer Zugang zu Vereinen finden“, sagte Landrat Uwe Schmidt beim Besuch des Vabia Freestyle Camps in Vellmar. Seit Januar gehört Vabia zum Diakonischen Werk Kassel.

Dessen Geschäftsführer Pfarrer Gerd Bechtel betonte, dass die Arbeit weitergeführt werden soll. „Das ist der richtige Ansatz, um präventiv tätig zu werden. Über den Sport wird viel transportiert. Auf spielerische Art lernen Jugendliche soziale Kompetenzen und Grundtugenden. Das ist sehr spannend.“

Zu den Angeboten von Vabia Freestyle gehören neben dem Boxen auch zwei Fußball-Arbeitsgemeinschaften (je eine für Jungen und Mädchen) und der Mitternachtssport, der immer freitags von 22 Uhr bis ein Uhr in der Sporthalle an der Brüder-Grimm-Straße stattfindet. Zum Teil laufen die Projekte in Kooperation mit Schulen und der kommunalen Jugendarbeit.

Die Trainer kommen aus vielen verschiedenen Bereichen. „Sie haben Autorität, weil sie in ihrem Metier was können. Wir brauchen hier gute Leute“, erklärte Martin Schäfer, der Freestyle maßgeblich mit aufgebaut hat.

Er war es auch, der mit Alex Mezker einen Boxprofi für die Mitarbeit gewann. Dessen größter sportlicher Erfolg: 2006 gewann er die Bronzemedaille im Mittelgewicht bei den Deutschen Meisterschaften. „Mit diesen Angeboten unterstützen wir die Schulen bei ihren Bildungs- und Erziehungsaufgaben“, sagte Schäfer. Er wünscht sich für die Zukunft ein deutlich stärkeres Engagement der Wirtschaft, wenn es um die Finanzierung von Projekten wie Vabia Freestyle geht. Mit Blick auf die oft mangelnde Ausbildungsreife vieler Jugendlicher betonte er: „Es geht auch um Nachwuchsförderung.“

Von Meike Schilling

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