Sanierung fast abgeschlossen

Sporthalle Rothwesten: Asbest wurde komplett entsorgt

Dekontaminiert: Jetzt beginnt der Wiederaufbau der Sporthalle Rothwesten, den Architekt Joachim Döring leitet. Zum Beispiel mit einer neuen Zwischendecke samt Dämmung. Fotos: Schräer

Fuldatal. „Der Zeitrahmen ist eng“, sagt Architekt Joachim Döring. Mitte Januar soll die Sporthalle Rothwesten wieder genutzt werden können, soll nach der Schadstoffbeseitigung auch der Wiederaufbau erledigt sein.

Dabei half dem Planer und Bauleiter der Arbeiten in Rothwesten, dass Jan Wirtz und dessen Kollegen einer Firma für Dekontamination und Abriss schneller gearbeitet haben als geplant. Sie befreiten die Sporthalle von Asbest, krebserregenden Mineralfasern und Schimmelpilzen. Das verschaffte dem Projekt Wiederaufbau eine Woche mehr Zeit. Die Schadstoffe wurden seit Ende August beseitigt. Zunächst musste der Dachboden luftdicht vom Rest der Halle abgetrennt werden. Dann wurde die Dämmung ausgebaut, die aus Mineralfasern bestand. Anschließend machten sich die Entsorger an die asbesthaltigen Faserzementplatten der Dacheindeckung.

Eternitplatten Hauptursache

Diese Eternitplatten waren die Hauptursache für die Asbestbelastung, die Ende November 2011 festgestellt worden war und zur umgehenden Schließung der Halle geführt hatte. Von diesen Wellplatten sei Asbest zunächst auf die Mineralfasern der Dämmung gerieselt, sagt Umweltberater und Schadstoffexperte Hans-Joachim Marciniak. Von der Dämmschicht seien die Asbestfasern auf die Holzpaneele darunter und schließlich bis auf den Hallenboden gelangt.

Fuldatal-Rohtwesten: Sanierung der früher asbestverseuchten Sporthalle

Eternitplatten abbauen, den offenen Bereich reinigen und neue Sandwich-Platten mit Hartschaumfüllung montieren, die Arbeit mit den Dachdeckern sei Hand in Hand gegangen, sagt Entsorger Wirtz. Die ganze Aktion habe zwei Tage gedauert, dann sei das neue Dach drauf gewesen.

Auch die Zwischendecken in den Umkleiden und Nasszellen wurden herausgenommen, die Wände gereinigt. Der Hallenboden, der Prallschutz, Rohrisolierungen und ein Lüftungskanal aus Asbest-Zement wurden entfernt.

Vom Inventar musste alles entsorgt werden, das keine glatte Oberfläche hatte und somit nicht rückstandslos gereinigt werden konnte, sagt Marciniak. Denn das Ziel der Entsorger war, „ein schadstofffreies Gebäude zu bekommen“. Dies wurde inzwischen erreicht, wie Kontrollmessungen von Marciniak über acht Stunden an zehn verschiedenen Punkten der Halle ergaben. Die Proben prüfte ein Labor vom TÜV Rheinland in Köln.

Jetzt können die Elektroarbeiten, kann der Trockenbau beginnen, sagt Architekt Döring. Eine Hallendecke mit Dämmung, ein Sportboden werden gebaut, Heizungs- und Kaltwasserrohre isoliert. Und eine Außendämmung an der Nordwand angebracht, um Schimmelbildung im Innern künftig zu verhindern.

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