Hertingshäuser Vereine sind ausquartiert

5,4-Millionen-Projekt: Sporthalle wird zur Baustelle

Kehraus hat begonnen: Hans-Jürgen Werner (von links), Günter Gerhard und Martin Helten vom städtischen Bauhof räumen die ersten Sportgeräte aus. Fotos: Dilling

Baunatal. Zugig, kalt und für größere sportliche Ereignisse zu wenige Zuschauerplätze: Zumindest im Winter ist der Aufenthalt für Handballspieler, Fußballbspieler und Turner in der 1987 errichteten Sporthalle Hertingshausen kein reines Vergnügen mehr.

Für 5, 4 Millionen Euro will die Stadt Baunatal bis nach den Sommerferien 2016 die marode Halle umbauen und energetisch sanieren. Auch das Umfeld der Halle soll neu gestaltet werden. Wie, das steht noch nicht abschließend fest.

Die Vorarbeiten für das Projekt haben schon begonnen. Mitarbeiter des Bauhofs räumen die Halle aus, im Oktober wird das wuchernde Grün an der Fassade zurückgeschnitten und Bäume gefällt, damit die Bauarbeiter im Februar oder März mit den Abriss- und Rohbauarbeiten beginnen können. Die Halle soll nicht nur runderneuert und energetisch saniert werden.

Der Eingangsbereich wird vergrößert, ebenso die Zuschauertribüne (künftig für 400 Personen), Gehbehinderte und Rollstuhlfahrer sollen überall hin barrierefrei gelangen können. Beleuchtung, Türen und Fenster sowie die gesamte Hallentechnik werden ausgetauscht. Schwachstellen im Sanitärbereich sollen beseitigt werden. Bereits ab November beginnen die Abbrucharbeiten im Innern der Halle. Die schadstoffbelasteten Bauteile müssen entfernt werden. Die ensprechenden Voruntersuchungen habe man in den Sommerferien bereits erledigt, teilte Erste Stadträtin Silke Engler mit.

Die Vereine haben wegen der Schließung der Halle derweil schon an verschiedenen anderen Standorten zusammenrücken müssen. So hat die HSG Baunatal Trainingszeiten in der Rundsporthalle, der Waldsporthalle und der Lichtenberg-Sporthalle in Oberzwehren bekommen. Serienspiele werden überwiegend in der Max-Riegel-Halle ausgetragen. Turner und Gymnasten des TSV Hertingshausen weichen in das Clubhaus aus. In zwei Gesprächen seien neue Zeiten und Trainingsorte mit den betroffenen Vereinen einvernehmlich geklärt worden, sagte Engler.

Noch nicht geklärt ist dagegen, wie die Parkplätze an der Halle künftig gestaltet werden. Das hängt davon ab, ob die Stadt - wie vom TSV Hertingshausen gewünscht - ein Serienspielfeld für die E-Jugend bauen kann. Der vorhandene Tennenplatz, der einen Kunststoffbelag erhalten soll, ist dafür zu klein. Die Stadt würde gern auf einem angrenzenden Acker bauen. Doch es ist offen, ob es dafür eine naturschutzrechtliche Genehmigung gibt. Darüber würden in Kürze Gespräche mit dem Landkreis Kassel geführt, sagte Engler.

Von Peter Dilling

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