Rothwesten: Parlament bewilligt eine Million Euro für den Wiederaufbau

Sporthalle wird saniert

Derzeit gesperrt: Die Sporthalle Rothwesten ist unter anderem mit Asbest belastet. Ganz links sind die Container mit Umkleide- und Duschräumen zu sehen, die die Gemeinde für die Sportler aufstellen ließ. Foto: Schräer

Fuldatal. Zur Sanierung und dem anschließenden neuen Aufbau der Sporthalle Rothwesten gibt es keine Alternative. Dies stellten die Fuldataler Gemeindevertreter während ihrer jüngsten Sitzung fest. Einstimmig bewilligten die Fraktionen die erforderlichen Mittel in Höhe von einer Million Euro.

Arbeiten ab August

Nach Detailplanung und anschließender Ausschreibung sollen die Arbeiten an der Halle Anfang August beginnen. Zunächst müssen die Schadstoffe entsorgt werden. Dabei handelt es sich um Asbest in der alten Dacheindeckung, im Kleber des Schwingboden und in Fensterbänken. Krebserregende Mineralfasern in der Dämmung der Decke und als Rohrisolierung sowie Schimmelpilz in den Duschräumen im Obergeschoss müssen ebenso beseitigt werden.

Ab September beginnt nach den Plänen der Verwaltung der Innenausbau, der bereits im November abgeschlossen sein soll. Zum Jahresbeginn 2013 soll die Halle den Sportlern in Rothwesten wieder zur Verfügung stehen.

Das neue Dach soll stärker gedämmt werden als es derzeit der Fall ist. Im Innern soll die Sporthalle eine ballwurfsichere Akustikdecke bekommen. Der neue Schwingboden wird den heutigen technischen Anforderungen angepasst. Die Nordwand des Gebäudes erhält eine Außendämmung, um Kältebrücken zu verhindern, damit sich nach der Sanierung kein Schimmelpilz mehr in den Duschräumen bildet.

Schadstoffe in der Raumluft der Halle waren Ende 2011 festgestellt worden. Nach Asbestfunden in Kindergärten der Gemeinde hatte das Parlament entschieden, sämtliche Gebäude der Kommune auf Schadstoffe zu untersuchen.

„Das war das richtige Signal“ an alle Nutzer und Beschäftigten, meinte Gabriele Künzer (SPD) im Verlauf der Parlamentsdiskussion. Denn niemand, der sich in den Gebäuden aufhalte, solle seine Gesundheit gefährden. Dank einer Gegenfinanzierung könne die Gemeinde die erforderliche Million Euro aufbringen.

Aber auch nur, weil andere Vorhaben und somit deren Ausgaben geschoben würden, „das reicht mir nicht“, sagte Werner Dörbaum (Grüne). Und appellierte an die anderen Gemeindevertreter, die Konsolidierung der Gemeinde weiter voranzutreiben.

Die Sanierung sei alternativlos, betonte Karsten Schreiber (CDU). Fragte aber, warum die Verwaltung die Schadstoffe nicht schon früher festgestellt hatte? Schließlich sei nachträglich zum Beispiel eine neue Lüftungsanlage im Dachbereich installiert worden, „als Asbest als Schadstoff bekannt war“.

Bei Bauarbeiten an der Halle 1994 sei das Maß der Schadstoffbelastung und deren Auswirkung den Handelnden noch nicht bewusst gewesen, entgegnete Bürgermeisterin Anne Werderich. Als 2005 die neue Lüftung installiert wurde, sei nicht im Dachbereich mit den asbesthaltigen Faserzementplatten gearbeitet worden.

Von Michael Schräer

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