Gemeinde lässt provisorisches Gebäude neben der mit Asbest belasteten Sporthalle Rothwesten aufbauen

Asbest in Sporthalle Rothwesten: Sportler duschen in Containern

Zwischenlösung: Weil die Sporthalle wegen Asbest gesperrt ist, wurden für die Sportler jetzt Container mit Umkleide und Duschen aufgebaut (links). Beim dem zweigeschossigen, weißen Quader handelt es sich um einen älteren Anbau an die Halle.

Fuldatal. Die Gemeinde Fuldatal hat ihr Versprechen gehalten und am Sportzentrum in Rothwesten für eine Übergangslösung gesorgt. Die Firma Zeppelin Rental aus Kaufungen stellte jetzt Container auf, in denen sich Sportler des Ortsteils umziehen und duschen können. Für Zuschauer von Fußballspielen auf dem Platz stehen zusätzlich Toiletten zur Verfügung.

All dies fehlt in Rothwesten, nachdem die Sporthalle Ende November geschlossen werden musste. Untersuchungen hatten ergeben, dass das Bauwerk mit Asbest belastet ist.

33 000 Euro koste der Container-Bau einschließlich Auf- und Abbau sowie einer Miete bis zum Ende des Jahres, sagte Armin Reiting vom Bauamt der Gemeinde gestern. Mit dieser Lösung wird der Sportbetrieb in Rothwesten zumindest in Teilen aufrechterhalten.

Ab dem heutigen Dienstag könnten die Fußballer des TV Umkleiden und Duschen nutzen, sagt Reiting. Die Kicker bereiten sich auf die Saison-Rückrunde vor. Bis gestern mussten sie nach dem Training zum Duschen nach Simmershausen fahren.

Die Anlage sei aus insgesamt acht Einzelmodulen zusammengesetzt und verfüge über insgesamt gut 100 Quadratmeter, erklärt Knut Graumann, Projektleiter Raumsysteme der Firma Zeppelin Rental aus Kaufungen. Per Lasertechnik wurde die Höhe des Containerbaus eingemessen. Schließlich brauche man ein Gefälle von den vier Anschlüssen für Abwasser bis zu einem Fallrohr an der Sporthalle, sagt Graumann. Und dann musste auch noch der nach Osten hin abfallende Parkplatz ausgeglichen werden, auf dem die Anlage steht.

Für die Endmontage nutzten Service-Techniker Thomas Mühle und seine Kollegen die Stunden um die Mittagszeit. Die Sonnenstrahlen sollten helfen, die Dichtgummis zwischen den Modulen montieren zu können. „Die werden bei Frost schnell hart. Da sie schwarz sind, hilft die Sonne trotz Minusgraden“, sagt Graumann.

Mit Strom und Trinkwasser werden die Container von der Turnhalle aus versorgt. Wobei die Wasserleitungen oberirdisch liegen. Daher müssen diese vor Frost geschützt werden. Hierzu werden die Schläuche mit Heizspiralen ummantelt.

Mit der Übergangslösung stehen zwei Duschräume mit jeweils fünf Duschen und vier Handwaschbecken bereit. Jeweils 400 Liter fassende Warmwasserboiler werden elektrisch beheizt. Ein Schiedsrichterraum hat ein eigenes Sanitärabteil.

Der Zugang zur Container-Anlage erfolgt über eine Doppeltür aus Glas, die mit blickdichter Folie beklebt ist.

Von Michael Schräer

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